„Ethik besteht darin, mich verpflichtet zu fühlen, allem Lebenden die gleiche Ehrfurcht entgegenzubringen, wie dem eigenen Leben!“ …

11 Feb
2021

Albert SchweitzerGert Chesi, Albert Schweitzer in Lambarene 1964, Ausschnitt von WK, CC BY-SA 4.0

… sagte schon Albert Schweitzer (* 14. Januar 1875 in Kaysersberg im Oberelsass bei Colmar; † 04. September 1965 in Lambaréné, Gabun), deutsch-französischer Arzt, Philosoph, evangelischer Theologe, Organist, Musikwissenschaftler und Pazifist.

Albert Schweitzer veröffentlichte theologische und philosophische Schriften, Arbeiten zur Musik, insbesondere zu Johann Sebastian Bach, sowie autobiographische Schriften in zahlreichen und vielbeachteten Werken. 1953 wurde ihm der Friedensnobelpreis für das Jahr 1952 zuerkannt, den er 1954 entgegennahm. Dank des schwedischen Bischofs Nathan Söderblom konnte Albert Schweitzer ab 1920 in Schweden Vorträge über seine Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben halten, mittels Orgelkonzerten seine Schulden bezahlen und Geld für die Rückkehr 1924 nach Afrika verdienen, um dort „sein Urwaldhospital“ auszubauen.

Bekannt wurde er vor allem durch seine Autobiografie „Zwischen Wasser und Urwald“, die er 1920 schrieb. In seiner Rede zum 100. Todestag von Johann Wolfgang von Goethe 1932 in Frankfurt am Main warnte Schweitzer vor den Gefahren des aufkommenden Nationalsozialismus. Versuche von Joseph Goebbels, den in Lambaréné weilenden Schweitzer einzuladen und für die NS-Ideologie zu gewinnen, erteilte er auf die mit deutschem Gruß geschlossenen Anfrage sowie mit zentralafrikanischem Gruß eine höfliche Absage.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ihm viel öffentliche Ehre zuteil. In seiner 1954 gehaltenen Dankesrede zur Verleihung des Friedensnobelpreises sprach sich Schweitzer deutlich für eine generelle Verwerfung von Krieg aus: „Krieg macht uns der Unmenschlichkeit schuldig“. Infolge der Genfer Konvention von 1864 und der Gründung des Roten Kreuzes sei es zu einer „Humanisierung des Krieges“ gekommen, die dazu geführt hätte, dass die Menschen 1914 den beginnenden Ersten Weltkrieg nicht in der Weise ernst genommen hatten, wie sie dies hätten tun sollen.

Nach dem Abschluss des Versuchsstoppabkommens im Jahr 1963 beglückwünschte Schweitzer John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow brieflich zu ihrem „Mut und Weitblick, eine Politik des Friedens einzuleiten“. Allerdings protestierte er im selben Jahr noch einmal öffentlich gegen die nach dem Vertrag weiterhin erlaubten Tests.

Die Evangelische Jugend zum Beispiel nahm sich Albert Schweitzer in vielfacher Weise zum Vorbild. – In Tübingen befindet sich eine Albert Schweitzer-Kirche, die auch eine Albert-Schweitzer-Wand mit Bildern und Texten enthält. – Auch wird sein Name für die Namensgebung zahlreicher Schulen verwendet. Die erste deutsche Schule war das Gymnasium Albert Schweitzer-Schule Nienburg/Weser, das den Namen im Jahre 1949 mit Zustimmung Albert Schweitzers erhielt. In einer Liste der Schulen, die Albert Schweitzers Namen führen, wurden bereits 2007 insgesamt 118 deutsche Schulen aufgeführt.

Albert Schweitzer-Kinderdörfer:  Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden in der Schweiz, Österreich und Deutschland Dörfer, die verwaiste, verlassene Kinder und Jugendliche aufnahmen. 1957 folgte in Waldenburg (Baden-Württemberg) die Gründung des ersten Albert-Schweitzer-Kinderdorfs durch Margarete Gutöhrlein. Elternpaare übernahmen die Betreuung; Albert Schweitzer übernahm persönlich die Patenschaft … danach entwickelten sich viele ‚Albert Schweitzer-Kinderdörfer‘ in Deutschland.  –  (wikipedia)

/gw

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