„Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem Körper zu leihen vermag!“ …

31 Dez
2020

… erkannte schon Wilhelm von Humboldt(* 22. Juni 1767 in Potsdam / † 08. April 1835 in Tegel), preußischer Gelehrter, Schriftsteller, Staatsmann und Mitbegründer der Humboldt-Universität zu Berlin.

Als Bildungsreformer initiierte er die Neuorganisation des Bildungswesens im Geiste des Neuhumanismus, formte das nach ihm benannte humboldtsche Bildungsideal und betrieb die Gründung der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin.

Zusammen mit seinem Bruder Alexander von Humboldt zählt er zu den großen, fortwirkend einflussreichen Persönlichkeiten in der deutschen Kulturgeschichte. Während Alexander dabei vor allem der erd- und naturwissenschaftlichen Forschung neue Horizonte erschlossen hat, lagen die Schwerpunkte für Wilhelm in der Beschäftigung mit kulturwissenschaftlichen Zusammenhängen wie der Bildungsproblematik, der Staatstheorie, der analytischen Betrachtung von Sprache, Literatur und Kunst sowie in aktiver politischer Mitgestaltung als Reformmotor im Schul- und Universitätswesen und als preußischer Diplomat.

Inmitten aller Vielfalt der von aufklärerischen Impulsen bestimmten, gemeinwohlorientierten Betätigungen in Politik, Bildungswesen, Kultur und Wissenschaft hatte Wilhelm von Humboldt stets zugleich die Auslotung und Bildung der eigenen Individualität und Persönlichkeit im Blick. In der wiederum auf menschliche Individuen allgemein anzuwendenden Zielformel geht es um „die höchste und proportionierlichste Ausbildung aller menschlichen Kräfte zu einem Ganzen“.

Im Zentrum von Humboldts Denken und Streben stand Bildung sowohl als persönliche Aufgabe wie auch als gesellschaftspolitisch bestmöglich auszuführende Staatsaufgabe, der er sich als ins Amt berufener Reformer nach Kräften gewidmet hat. In seinen Schriften finden sich noch Reflexionen und Hinweise, die seine diesbezüglichen Beweggründe in erweiterter Form deutlich werden lassen.

-/gw

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