Wie lange beeinflusst ‚Corona‘ noch unser Alltagsleben? – Mehr als die Hälfte zeigt sich OPTIMISTISCH !

27 Nov
2020

ADAC Umfrage: Schätzung wie lange die Einschränkungen durch die Corona-Krise noch das Alltagsleben beeinflussen. • Bild: obs/ADAC“

München – Auch die Auswirkungen auf die Mobilität während des zweiten Lockdowns sind spürbar. Sie fallen aber deutlich geringer aus als während des ersten Lockdowns im Frühjahr.

Das sind die Erkenntnisse einer zweiten Umfrage zur individuellen Mobilität in der Corona-Krise, die der ADAC im November 2020 durchgeführt hat (die erste war im April). Dabei wurden 2.061 Personen ab 18 Jahren befragt. Der ADAC wollte herausfinden, wie die Menschen in ihrem Mobilitätsverhalten auf die Gefahren durch Corona reagieren und ob sich daraus langfristige Veränderungen ergeben. So ist der Anteil an Personen, die an fünf Tagen zu ihrem Arbeits- oder Ausbildungsplatz fahren, von 32 Prozent im Frühjahr auf jetzt 48 Prozent gestiegen – vor Corona waren es 66 Prozent.

Und während beim ersten Lockdown noch 39 Prozent das Haus für die Arbeit gar nicht mehr verlassen haben, sind es in der aktuellen Situation nur 15 Prozent. Ihre Einkäufe erledigen aktuell 64 Prozent nur noch an einem oder zwei Tagen pro Woche. Vor der Krise waren dies nur 40 Prozent, beim ersten Lockdown noch 70 Prozent. Daneben wollte der ADAC wissen, welches Verkehrsmittel sie für welchen Zweck nutzen: Zur Arbeit 59 Prozent überwiegend das Auto – genauso viel wie vor Corona und fünf Prozent mehr als beim ersten Lockdown.

Auch das Vertrauen in die öffentlichen Verkehrsmittel ist wieder größer geworden. Vor Corona nutzten 19 Prozent Bus, Tram, S- und U-Bahn. Während des ersten Lockdowns waren es nur noch sieben Prozent und aktuell liegt die Zahl bei 12 Prozent. … 18 Prozent nutzen derzeit das Auto häufiger als früher, 13 Prozent das Fahrrad und 25 Prozent gehen mehr zu Fuß.

Eine größere Rolle für das seltenere Nutzen der öffentlichen Verkehrsmittel spielte für 53 Prozent die Angst vor einer Infektion, für 48 Prozent die Überfüllung der Verkehrsmittel und für 23 Prozent die Arbeit im Homeoffice. – Was die Ansteckungsgefahr betrifft: Sehr hoch wurde die Gefahr bei der Fahrt in Bus und Tram eingestuft (51 Prozent), dicht gefolgt mit 50 Prozent die Fahrt in Zügen, S- und U-Bahn. Am geringsten beim Spaziergang – nur jeder Zwanzigste wähnt sich dabei in Gefahr.

Einschränkung der Mobilität belastet weniger: Etwas mehr als die Hälfte zeigt sich optimistisch, was die Dauer der Pandemie betrifft – sie glauben, dass Corona nur noch ein Jahr unser Alltagsleben beeinflussen wird. Fast jeder Dritte rechnet noch mit zwei bis fünf Jahren dauernden Einschränkungen, etwa jeder Zehnte geht von noch längerer Zeit aus. – Die ausführlichen Ergebnisse sind unter www.adac.de einsehbar.

ots/-gw

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