„Kleider machen Leute” würdigt ‚Corona-Helden des Alltags‘ – Maßanzug statt Polizei-Uniform

15 Nov
2020

Uwe Scholz VORHER • Foto: Daniel Baldus

Frankfurt am Main – Im edlen Zwirn auf’s Denkmal – „ICH-DENKMAL wenn alle Bürgerinnen und Bürger sich an die Maßnahmen der Regierung halten, dann haben wir eine reelle Chance, die Pandemie bald hinter uns zu haben“.

So argumentiert Uwe Scholz (56), Wachpolizist des Landes Hessen und im Einsatz für das Polizeipräsidium Frankfurt, Direktion Flughafen. Seit 2002 ist der Vater von zwei Kindern (24 und 12 Jahre) im Einsatz. Er und seine Kolleg*innen müssen immer wieder neue Situationen meistern und schnell reagieren, um Straftaten zu verhindern, Gefahren abzuwehren und die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten.

Zu den Aufgaben der Wachpolizei zählen: Die Sicherung von Objekten, die Durchführung von erkennungsdienstlichen Maßnahmen, Tatortarbeit, Unterstützung bei Abschiebungen und Vorführungen (Durchführung von Transporten), die Verkehrsüberwachung, Dienste bei Großveranstaltungen oder Fußstreifen.

Scholz hat in seinem vorherigen Beruf als Rettungsassistent beim Deutschen Roten Kreuz, in Hofheim am Taunus, eine vierwöchige Ausbildung zum staatlich geprüften Desinfektor absolviert. So wurde er während der ersten „Corona-Welle“ der zuständigen Stelle für Arbeitsschutz im Polizeipräsidium Frankfurt am Main vorübergehend zugewiesen. Hier war er für eine schnelle Konzeptentwicklung für erforderliche Desinfektionsmaßnahmen zuständig.

Abstand, Hygiene, Alltagsmasken (AHA) – diese Formel kann helfen, das Virus einzudämmen. Das sehen nicht alle Bürger*innen so: Deshalb gibt es auch hin und wieder bei Kontrollen Menschen, die sich der Obrigkeit widersetzen. Gerade in Frankfurt kam es in der Vergangenheit zu Demonstrationen und Ausschreitungen.- Leidtragende sind oftmals die Frauen und Männer in Uniform die sich dafür einsetzen, dass die Stadt sauber und sicher bleibt. Ganz egal ob bei der Feuerwehr, Polizei oder den Rettungskräften – sie werden beschimpft, bespuckt oder beleidigt. Immer weniger Anerkennung, Respekt und Wertschätzung bleibt ihnen.

Uwe Scholz NACHHER • Foto: Daniel Baldus

Deshalb haben Maßschneider Stephan Görner und PR- und Eventprofi Sven Müller ein Zeichen gesetzt und stellvertretend für die zahlreichen Uniformträger*innen den Wachpolizisten Uwe Scholz als ‚Coronaheld des Alltags‘ für die Kampagne „Kleider machen Leute“ ausgezeichnet.

Daniel Baldus fotografierte ihn zunächst in Uniform im Einsatz bei Kontrollen an der Alten Oper Frankfurt und anschließend auf dem ICH-Denkmal an der Gerbermühle. Im schicken Maßanzug von Herrenausstatter Stephan Görner fühlte sich Scholz sichtlich wohl und hatte viel Spaß als Fotomodel. Erfahrungen mit Anzügen hat Scholz nur gelegentlich bei Auftritten mit seiner „Classic Rock & Pop Coverband“, The BUBBLES. Als Schlagzeuger und zweiter Stimme der Gruppe trägt er hierbei extrovertierte Jacketts oder Hosen.

Das Leuchtturmprojekt der Kampagne ist die Charity-Veranstaltung „Kleider machen Leute. Diese sollte ursprünglich am 14. November 2020 stattfinden. Die Initiatoren haben sie aufgrund der Pandemie auf den 23. Januar 2021verlegt. „Sicher ist dieser Veranstaltungstag aber noch nicht. Nur wenn die täglichen Neuinfektionen zurückgehen, haben wir eine Chance, diesen Abend durchzuführen“, sagt Sven Müller. Wachpolizist Uwe Scholz ist dann auf jeden Fall mit von der Partie. Denn die ‚Corona-Helden des Alltags‘ stehen im Fokus der Veranstaltung und werden entsprechend gewürdigt.  –  www.kleider-machen-leute.net

sm/-gw

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