„Man muss begeistert sein, um große Taten zu vollbringen!“ …

16 Okt
2020

Kurt Schumacher • Bild: US Army photographers on behalf of the OUSCCPAC or its successor organisation, the OCCW, K.Schumacher, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

… wusste schon Kurt Schumacher (* 13. Oktober 1895 in Culm, Westpreußen / † 20. August 1952 in Bonn), deutscher Politiker, von 1946 bis 1952 Parteivorsitzender der SPD sowie von 1949 bis 1952 Oppositionsführer im Deutschen Bundestag.

Schumacher war von 1945 bis 1949 maßgeblich am Wiederaufbau der SPD in Westdeutschland beteiligt und der große Gegenspieler Konrad Adenauers. Auch wenn Schumacher langfristig mit seinen politischen Vorstellungen zum größten Teil scheiterte, gehörte er zu den Gründervätern der Bundesrepublik Deutschland.

Hervorzuheben ist seine strikte Ablehnung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), wodurch er das Profil der Sozialdemokratie in der Bundesrepublik entscheidend prägte. – Die demokratische Freiheit lag für Schumacher „in der Einordnung in die große Idee, deren praktische Gestaltung demokratisch fixiert ist.“

Im Gegensatz aber zu möglichen Kontrahenten hatte Schumacher die Vorteile klar auf seiner Seite. Er besaß ein kohärentes politisches Konzept für die Nachkriegszeit, er hatte die Achtung und den Respekt der Parteimitglieder, den politischen Durchsetzungswillen sowie eine Organisation, um diesen Willen auch durchzusetzen – alles Faktoren, die den anderen fehlten.

Im Jahre 1949 kandidierte Schumacher bei den Wahlen zum Amt des Bundespräsidenten, unterlag aber dem FDP-Kandidaten Theodor Heuss, der auch von den Unionsparteien mitgetragen wurde. Seine Kandidatur war aber nicht im Sinne eines Rückzuges aus der aktiven Politik hin zur Übernahme einer repräsentativeren Aufgabe zu verstehen. Indem er sich selbst zur Wahl stellte, beugte Schumacher immer lauter werdenden Forderungen aus Koalitionskreisen vor, einen SPD-Politiker an die Spitze des Staates zu wählen.

Als Jurastudent in Leipzig lernte er seine Cousine Dora kennen, mit der er eine lebenslange Liebesbeziehung aufrechterhielt. Eine Heirat mit ihr lehnte er allerdings ab. „Ich habe mich nie an Menschen geklammert“, sagte er später – allerdings dürften diese dann auch keine Ansprüche an ihn stellen.

Schumacher war Kettenraucher und erlitt 1951 einen Schlaganfall. Am 20. August 1952 starb der schwerkranke Politiker in Bonn – beigesetzt wurde er in Hannover auf dem Stadtfriedhof Ricklingen, wo sein Grab als Ehrengrab gepflegt wird. An den Straßen zwischen Bonn und Hannover standen hunderttausende Menschen und erwiesen ihm die letzte Ehre. … – (wikipedia)

-/gw

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