„Man muss sich durch die kleinen Gedanken, die einen ärgern, immer wieder hindurchfinden zu den großen Gedanken, die einen stärken!“ …

16 Sep
2020

Dietrich Bonhoeffer • Bild: Bundesarchiv, Bild 146-1987-074-16 / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 146-1987-074-16, Dietrich Bonhoeffer, CC BY-SA 3.0 DE

… erkannte schon Dietrich Bonhoeffer (* 04. Februar 1906 in Breslau; † 09. April 1945 im KZ Flossenbürg), lutherischer Theologe, profilierter Vertreter der ‚Bekennenden Kirche‘ und am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt.  – Nachstehend die komplette Aussage von Dietrich Bonhoeffer über den „Optimismus“:

Optimismus ist bei den Klugen verpönt. Es ist klüger, pessimistisch zu sein: Vergessen sind die Enttäuschungen und man steht vor den Menschen nicht blamiert da. Optimismus ist in seinem Wesen keine Ansicht über die gegenwärtige Situation, sondern er ist eine Lebenskraft, eine Kraft der Hoffnung, wo andere resignieren, eine Kraft, die die Zukunft niemals dem Gegner überläßt, sondern sie für sich in Anspruch nimmt!“

Mit 24 Jahren habilitiert, wurde Bonhoeffer nach Auslandsaufenthalten Privatdozent für Evangelische Theologie in Berlin sowie Jugendreferent in der Vorgängerorganisation des Ökumenischen Rates der Kirchen. Ab April 1933 nahm er öffentlich Stellung gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung.

Ab 1935 leitete er das Predigerseminar der ‚Bekennenden Kirche in Finkenwalde‘, das, später illegal, bis 1940 bestand. Etwa ab 1938 schloss er sich dem Widerstand um Wilhelm Franz Canaris an. 1940 erhielt er Redeverbot und 1941 Schreibverbot. Am 05. April 1943 wurde er verhaftet und zwei Jahre später auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers als einer der letzten NS-Gegner, die mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 in Verbindung gebracht wurden, hingerichtet.

Als gegenüber seinen Lehrern eigenständiger Theologe betonte Bonhoeffer die Gegenwart Jesu Christi in der weltweiten Gemeinschaft der Christen, die Bedeutung der Bergpredigt und Nachfolge Jesu und die Übereinstimmung von Glauben und Handeln, die er persönlich vorlebte, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus. In seinen Gefängnisbriefen entwickelte er einflussreiche, wenn auch fragmentarische Gedanken für eine künftige Ausrichtung der Kirche nach außen in Solidarität mit den Bedürftigen und zu einer nicht religiösen Interpretation von Bibel, kirchlicher Tradition und Gottesdienst.

/-gw

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