Irans Zukunft ist weiblich – Junge Frauen sind clever und dynamisch – Der Blick hinter den Schleier …

15 Sep
2020

Bild: ©Verlag Herder

Freiburg – 40 Jahre nach seiner Gründung wirkt der diktatorische Gottesstaat in Iran von außen betrachtet ziemlich stabil. Die islamistische Ideologie scheint alle Bereiche des Lebens zu prägen. Außenpolitisch setzt Iran seine geostrategischen Interessen in Jemen, Syrien und im Irak massiv durch. – Gibt es Hoffnung auf Veränderung hin zu Frieden und Freiheit?

In dem soeben erschienenen Buch „Die heimliche Freiheit – Eine Reise zu Irans starken Frauen“ spürt die Journalistin Ulrike Keding diesen Fragen intensiv nach. Sie hat sich deshalb mehrfach auf die Suche nach dem anderen Iran gemacht. Vor allem die Frauen, die sie beim Couchsurfing kennenlernt, geben ihr Hoffnung. Denn sie gehen mutig und selbstbewusst ihren eigenen Weg und setzen sich von der männlich geprägten Staatsdoktrin ab. Sie repräsentieren eine junge Generation westlich orientierter Iranerinnen und streben nach Freiheit.

Ulrike Keding • Bild: ©Verlag Herder

Bei ihren engagierten Recherchen ist die Autorin zu dem Ergebnis gelangt: Irans junge Frauen sind clever und dynamisch. Sie haben Humor, einen umwerfenden Charme und ihr Geist ist vom Widerstand geprägt, aber sie bestimmen nicht die Politik – noch nicht.

Mit modernen Großstädterinnen, Tschador-Trägerinnen, Kurdinnen und Nomadinnen hat Ulrike Keding zahlreiche Gespräche geführt. Herausgekommen ist ein farbiges Kaleidoskop mitreißender Porträts, die laut Autorin „deutlich machen, dass wir Iran und seine Menschen nicht aufgeben dürfen“.

Ulrike Keding, Jahrgang 1963, hat Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft studiert. Sie ist ausgebildete Rundfunk- und Fernsehredakteurin und arbeitet als freie Journalistin. Für ihre Reportagen hat sie mehrmals den Iran bereist.

Ulrike Keding: „Die heimliche Freiheit – Eine Reise zu Irans starken Frauen“, Verlag Herder, Klappenbroschur, 224 Seiten; ISBN: 978-3-451-38569-8 – Preis: 20 Euro; auch als E-Book für 15,99 Euro erhältlich.

Bernd Heier

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