„Die Stadt gehört nicht nur den Menschen!“ – Gestatten: Bachstelze / Falkenlibelle / Feldhamster / Sand-Grasnelke / Steinkauz / Zwergfledermaus!

14 Sep
2020

Rosemarie Heilig und Peter Dommermuth beim Kleben der Plakate an der Hauptwache • Bild: Copyright Umweltamt Frankfurt/Foto Eckard Krumpholz

.„Ich bin Frankfurter*in – und will’s bleiben“

Frankfurt am Main – Sie leben sehr zurückgezogen. Es sind scheue Gesellen, einige zeigen sich nur in der Dunkelheit. Und sie bangen alle um ihren Lebensraum. Deshalb stellen sie sich nun auf großen Plakaten ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern vor.

Gestatten: Bachstelze, Falkenlibelle, Feldhamster, Sand-Grasnelke, Steinkauz und Zwergfledermaus. Diese fünf Tierarten sind neben der einen Pflanzenart die Motive einer Plakatkampagne, die das Umweltdezernat gemeinsam mit dem Netzwerk BioFrankfurt nun gestartet hat. Auf 317 Litfaßsäulen im Stadtgebiet werden die Plakate im Format A0 in den nächsten drei Wochen zu sehen sein. „Ich bin Frankfurter*in – und will’s bleiben. Artenschutz beginnt bei uns“ ist darauf zu lesen.

„Mit unserer Plakatkampagne möchten wir sechs Stadtbewohnerinnen und -bewohner vorstellen, die heute noch ihren Platz in Frankfurt haben und die wir nicht missen möchten“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig bei der Präsentation der Kampagne an der Hauptwache. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden von BioFrankfurt und Umweltamtsleiter Peter Dommermuth erläuterte Rosemarie Heilig die Hintergründe der Kampagne:

Ohne diese Tiere und Pflanzen wäre Frankfurt um einiges ärmer. Deshalb müssen wir ihre Lebensräume erhalten und, wo immer möglich, neue Naturräume wie am Alten Flugplatz oder im Fechenheimer Mainbogen schaffen. Wir schützen Höhlenbäume, legen überall in der Stadt Blumenwiesen für Insekten an und verzichten bei der Pflege von Grünanlagen komplett auf Herbizide und Pestizide. Das Motto der Aktion weckt hoffentlich Verständnis dafür, dass die Stadt nicht allein uns Menschen gehört.“

Und Peter Dommermuth ergänzt: „Die Artenvielfalt ist neben der genetischen Vielfalt und der Vielfalt der Lebensräume eine von drei Säulen der Biodiversität. Wichtig ist es, zwei Dinge zu begreifen: Zum einen, dass die Arten einen Wert an sich haben und zum anderen, dass auch wir Menschen letztendlich auf den Erhalt der biologischen Vielfalt angewiesen sind, wenn wir eine lebenswerte Zukunft anstreben. Hier im Kleinen, vor der eigenen Haustür, muss der Schutz der Biodiversität und damit auch der Arten beginnen.“

Informationen zu den abgebildeten Tieren und der Pflanzenart gibt es unter:  http://www.frankfurt-greencity.de  und  http://www.biofrankfurt.de – dort erfährt man in Steckbriefen mehr über deren Lebensraum und wo sie in Frankfurt zu finden sind. Jede Art repräsentiert ein bestimmtes Habitat oder zeichnet sich durch ihre ganz eigene Lebensweise aus.

„Großstädte spielen inzwischen eine wichtige Rolle beim Erhalt der Artenvielfalt“, betonte Rosemarie Heilig: Außer den städtischen Programmen kann sich jede und jeder auch im Kleinen für die Arten nahe am eigenen Wohnumfeld einsetzen.“

fffm/gw

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