„Einem Menschen, den Kinder und Tiere nicht leiden können, ist nicht zu trauen!“ …

2 Sep
2020

Carl Hilty • Bild: Unknown author, Carl Hilty 1833 1909 (cropped), als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

… erkannte schon Carl Hilty, Schweizer Staatsrechtler und Laientheologe (* 28. Februar 1833 im Städtchen Werdenberg, Gemeinde Grabs im Kanton St. Gallen / † 12. Oktober 1909 in Clarens).

Carl Hilty wurde als Sohn eines Arztes geboren und besuchte die Volks- und Kantonsschule in Chur. Er studierte an der Universität Göttingen und promovierte 1854 an der Universität Heidelberg zum Doctor iuris utriusque. Nach einer kurzen Zeit als Rechtsanwalt in Chur ging er 1856 zum Schweizer Militär. Ab 1874 unterrichtete er an der Universität Bern zunächst Schweizer Staatsrecht, später zusätzlich allgemeines Staats- und Völkerrecht sowie schweizerische Geschichte. Als Schweizer Delegierter ging er an das internationale Schiedsgericht in Den Haag.

Erst Staatsrechtslehrer, wurde Hilty Nationalrat für die Demokraten und Leiter der Militärjustiz, bevor er an den Ständigen Schiedshof in Den Haag berufen wurde. Bekannt wurde er ab Ende des 19. Jahrhunderts vor allem durch seine philosophisch-theologischen Schriften. Seine Darlegungen zur Frage «Was ist Bildung?» gründen in der Erkenntnis, dass allein durch die Überwindung des menschlichen Zwiespalts wahre Bildung und Glück zu erreichen sind. Mit seinen drei Bänden «Glück» – erschienen 1890, 1895 und 1899 – hatte Hilty auch publizistisch großen Erfolg.

Die Glücksbände erreichten enorm hohe Auflagen, gingen noch während seiner Lebenszeit in die Zehntausende. Es kam zu Übersetzungen und Ausgaben ins Russische, Skandinavische, und sogar in Amerika erschien eine Sammlung mit Aufsätzen. Diese Bücher gehörten auch zur Lektüre von Konrad Adenauer, dem sie vor allem in der finsteren Zeit des Nationalsozialismus geistige Orientierung gegeben haben.

Sein Schaffen spiegelt seine Begabungen in Politik, Recht, Lebenshilfe (Psychologie/Medizin) und Religion (er war kein akademisch gebildeter Theologe, ist von diesen bis heute nicht anerkannt) wider, die die Basis für sein publizistisches Schaffen bildeten, das in der Glücksforschung der Moderne ihren Niederschlag findet.

Carl Hilty definierte als Elemente des Glücks die «Gottesnähe» und «Arbeit», worunter er das aktive, auch politische Mitwirken am Reich Gottes verstanden hatte. – (wikipedia)

-/gw

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