Neue Kunstwerke für „Museum für Moderne Kunst“ und „Jüdisches Museum“ – dank großzügiger Mäzene und städtischer Unterstützung

27 Aug
2020

Hanns Ludwig Katz „Frankfurt am Main bei Nacht“, um 1930/33, Öl auf Holz – Provenienz Nachlass des Künstlers / Privatsammlung, Südafrika / Thailand

Frankfurt am Main – Der Ankauf neuer qualitativer Kunstwerke ist vielen Museen heutzutage oft nur mit großzügiger Unterstützung von Mäzenen und Förderkreisen möglich.

Ihre Ankaufbudgets sind in den letzten Jahren derartig geschrumpft, dass sie für den Erwerb von wichtigen Arbeiten, um die Sammlungen zu ergänzen bzw. zu aktualisieren, auf externe finanzielle Hilfe angewiesen sind. – Um die Kunsthäuser stärker zu unterstützen, hat die Stadt Frankfurt einen Ankaufsetat im städtischen Doppelhaushalt 2020/21 in Höhe von 1,1 Millionen Euro eingeführt. Trotz dieser beachtlichen Finanzspritze muss Kulturdezernentin Ina Hartwig einräumen:

„Eine wichtige Rolle spielen weiterhin auch die Spenden privater Mäzene und der Freundeskreise der Museen, denen ich für ihre Unterstützung sehr danke. Gemeinsam ist es möglich, die Sammlungen der Häuser sukzessive auszubauen, denn sie sind das Herzstück eines jeden Museums. Wir müssen die öffentlichen Museen als staatliche Akteure auf dem privaten Kunstmarkt handlungsfähig halten,“ betont Hartwig und ergänzt: „Die Sammlungen der städtischen Museen Frankfurts gehören den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Es ist wichtig, dass wir die Sammlungen mit Ankäufen erweitern und dadurch den Identitätskern der Museen stärken.“

Prof. Susanne Pfeffer, Direktorin des MMK, sagt zu den Vorzügen des neuen städtischen Ankaufsetats: „Auf der Grundlage von Jahrzehnten fortdauernder und großzügiger Unterstützung durch die Freunde des MMK und anderer Förderer bietet der zusätzliche städtische Ankaufsetat die Möglichkeit, die eigentliche Aufgabe des Museums noch besser zu erfüllen. Das heißt Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen und eine Sammlung für die Menschen in Frankfurt zu entwickeln, die es ermöglicht, die Gegenwart zu reflektieren und zu bewahren“. Dadurch sei es dem Museum möglich, sehr strategisch und zielgerichtet zu agieren und einen wesentlichen Grundstein für die zukünftige Aktualität und Attraktivität des Hauses zu legen.

So kann das Museum MMK für Moderne Kunst mehr als 13 Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern erwerben, darunter eine gesamte Werkgruppe von Pamela Rosenkranz. Auch die Ankäufe von Werken von Marcel Duchamp, Joseph Beuys und Bruce Nauman sind herausragende Ergänzungen der Konvolute des Hauses, und wie Pfeffer betont: „Seltene Glücksfälle, denn Arbeiten dieser Künstler in dieser Qualität finden sich sehr selten auf dem Markt“.

Auch das Jüdische Museum Frankfurt kann dank der finanziellen Hilfe der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums das Ölgemälde „Frankfurt am Main bei Nacht“ von Hanns Ludwig Katz erwerben. Mit diesem Ölgemälde ergänzt das Jüdische Museum seine Sammlung um eine bedeutende Arbeit des Künstlers. Hanns Ludwig Katz (1892, Karlsruhe – 1940, Johannesburg) war ein deutsch-jüdischer Maler und Grafiker, der dem Expressionismus zugerechnet wird. „Das Gemälde zeigt eine der seltenen Nachtansichten Frankfurts und ist von herausragender Bedeutung für das Werk von Katz. Es wird fortan ein Highlight in unserer Bildenden Kunstsammlung sein“, betont Museumsdirektorin Prof. Mirjam Wenzel.

Weitere Informationen unter:  https://www.mmk.artund www.juedischesmuseum.de

Bernd Heier

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