„Geh nicht nur die glatten Straßen. – Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub!“ …

15 Aug
2020

Antoine de Saint-Exupéry • Bild: Unknown author, Antoine de Saint-Exupéry, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

… sagte einst Antoine de Saint-Exupéry (* 29. Juni 1900 in Lyon / † 31. Juli 1944 nahe der Île de Riou bei Marseille), französischer Schriftsteller und Pilot.

Schon zu Lebzeiten war Antoine de Saint-Exupéry ein anerkannter und erfolgreicher Autor und wurde ein Kultautor der Nachkriegsjahrzehnte, obwohl er sich selbst eher als einen nur nebenher schriftstellernden Berufspiloten sah. Seine märchenhafte Erzählung „Der kleine Prinz“ gehört mit über 140 Millionen verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten Büchern der Welt.

1923 war Saint-Exupéry völlig mittellos und begann erstmals als Pilot zu arbeiten, indem er Touristen zu fünfzehnminütigen Rundflügen über Paris mitnahm. 1925 trat er mit der Novelle L’Aviateur („Der Flieger“) erstmals als Autor hervor. Von der Luftfrachtgesellschaft Latécoère in Toulouse wurde er 1926 eingestellt – zunächst beim Bodenpersonal. Bald kam er zu den Piloten und flog anfangs die Etappe Toulouse–Casablanca, dann Casablanca–Dakar.

Mehrfach musste er in der Wüste notgelandete Kollegen retten. Für die Rettung von insgesamt 14 Piloten bekam er 1930 den höchsten Orden Frankreichs verliehen, der an Zivilisten vergeben wird, den „Chevalier de la Légion d’Honneur“. Die meiste Zeit verbrachte er jedoch mit Warten auf das nächste Flugzeug. Hierbei schrieb er seinen ersten längeren Text, den kleinen Roman Courrier Sud („Südkurier“, 1928), der den letzten Flug eines Piloten samt einer eingeschobenen, ebenfalls traurigen Liebesgeschichte erzählt.

Am 29. Dezember 1935 stürzte er bei einem Versuch, den Streckenrekord Paris–Saigon aufzustellen, 200 Kilometer vor Kairo in der Wüste ab – Saint-Exupéry und sein Mechaniker Prévot überlebten unverletzt, waren nun aber – ohne ausreichenden Trinkwasservorrat – Sonne und Hitze der Wüste ausgesetzt. Nach einem fünftägigen Marsch durch die Wüste stießen sie auf eine Karawane und wurden gerettet. – Mitte Februar 1938 beim Versuch eines Rekordfluges New York–Feuerland (Südargentinien), stürzte er in Guatemala ab und wurde schwer verletzt. Während seiner Genesung stellte er in New York den Sammelband Terre des hommes („Die Erde der Menschen“) zusammen … die Texte beinhalteten vor allem ein Hohelied der Kameradschaft unter Männern, der Pflichterfüllung und des Idealismus sowie der Solidarität und Menschlichkeit. Das Werk traf den Nerv der Zeit und erhielt den Grand Prix du Roman de l’Académie française; auch die amerikanische Übersetzung „Wind, Sand und Stars“  wurde preisgekrönt.

Am 31. Juli 1944 startete Saint-Exupéry morgens vom Flughafen Bastia zu seinem planmäßig letzten Aufklärungsflug in einer Lockheed F-5 (Registriernummer 42-68223) in Richtung Grenoble, kehrte aber nicht zurück, sondern blieb verschollen. Als Ursache seines Verschwindens wurden verschiedene Möglichkeiten ins Auge gefasst: Abschuss, technischer Defekt, aber auch Suizid, denn diesem Flug sollten anschließend keine weiteren folgen und Saint-Exupéry war stark depressiv, wie Briefe aus dieser Zeit belegen. – 1948 schrieb Hermann Korth, ein Pfarrer aus Aachen, an Saint-Exupérys Verleger Gaston Gallimard, dass ein Kriegstagebuch für den 31. Juli 1944 den Eintrag enthalte: „Anruf Tribun Kant Abschuss I Aufklärer brennend über See. Aufklärung Ajaccio unverändert.“ – (wikipedia)

-/gw

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