VORSICHT – In lauen Sommernächten sind MINI-VAMPIRE nachts besonders durstig!

8 Aug
2020

Wer denkt bei so einer abendlichen Idylle an Insekten? – Foto: © Infozentrum für Prävention und Früherkennung / Rolf 52 | Adobe Stock

Berlin – Bei grippeähnlichen Symptomen nach Zeckenbiss sofort Arzt aufsuchen! – Laue Sommernächte, Zelten am See, Chillen auf der Wiese oder einfach die Natur und Ruhe auf einer Bank im Wald genießen – wer denkt da schon an Insekten?

Dabei sind viele von ihnen besonders während der Sommermonate aktiv und lästig, seien es Mücken, Bremsen, Wespen oder auch Zecken … letztere, die kleinen Spinnentiere, sind nachts besonders durstig. Beißen die Mini-Vampire zu, können sie im schlimmsten Fall Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Das IPF (Infozentrum für Prävention und Früherkennung) rät, bei grippeähnlichen Symptomen nach einem möglichen Zeckenbiss per Bluttest klären zu lassen, ob eine Infektion vorliegt.

Wenn die Temperaturen steigen, kommen nicht nur wir Menschen ins Schwitzen. Auch Zecken verlieren dann viel Flüssigkeit. Im Schutz der Dunkelheit müssen sie die Reserven auffüllen – zum Beispiel mit menschlichem Blut. Trägt einer der Blutsauger FSME-Erreger in sich, können diese bei einem Biss das zentrale Nervensystem des Menschen angreifen. Die Folge sind Symptome wie Fieber, schmerzende Glieder und allgemeine Mattigkeit. Zudem erleiden zehn Prozent der Infizierten infolge einer Infektion Hirnhaut- oder Gehirnentzündungen, die im schlimmsten Fall tödlich enden.

Auch die Borreliose startet mit grippeähnlichen Symptomen. Meistens bildet sich zudem eine kreisrunde Rötung um die betroffene Körperstelle. Betroffene sollten dann unbedingt einen Arzt aufsuchen. Denn in späteren Stadien kann es zu Gelenkschmerzen bis hin zu -entzündungen oder – wie schon gesagt – gar Hirnhautentzündungen kommen.

FSME lässt sich im Labor anhand eines charakteristischen Blutbilds feststellen. Der Arzt misst dafür unter anderem die Zahl der weißen Blutkörperchen. Wer in einem FSME-Risikogebiet lebt oder eines besucht und sich dort viel im Grünen aufhält, sollte sich gegen FSME impfen lassen. Um eine Borreliose zu diagnostizieren, verwendet die Labormedizin spezifische Antikörpertests, die bestimmte Eiweiße der Gruppen IgG und IgM im Blut nachweisen.

Vor einem Zeckenbiss kann lange, enganliegende Kleidung schützen. Wer gebissen wurde, sollte die Zecke schnellstmöglich, aber vorsichtig mit einer Pinzette oder Zeckenkarte senkrecht herausziehen.

Weitere Informationen enthält das IPF-FaltblattDurch Zecken übertragene Infektionskrankheiten– es kann online kostenlos unter:  www.vorsorge-online.de  heruntergeladen werden.

hbh

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