„Die wichtigste Voraussetzung zur Zufriedenheit ist, dass ein Mensch das – was er ist – auch sein will!“ …

6 Aug
2020

Erasmus von Rotterdam gemalt von Hans Holbein dem Jüngeren (1523) • Bild: Hans Holbein artist QS:P170,Q48319, Desidrius Erasmus by Hans Holbein, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

… wusste schon Erasmus von Rotterdam (* vermutlich am 28. Oktober 1466/1467/1469, wahrscheinlich in Rotterdam / † 11./12. Juli 1536 in Basel), bedeutender Gelehrter des Renaissance-Humanismus.

Erasmus wurde in den Burgundischen Niederlanden, einem Teil des Heiligen Römischen Reiches, geboren und war Theologe, Priester, Augustiner-Chorherr, Philologe und Autor zahlreicher Bücher. Er sprach und schrieb meistens lateinisch, beherrschte daneben jedoch auch Griechisch. Er war ein fruchtbarer Autor, nach heutiger Erkenntnis hat er etwa 150 Bücher geschrieben. Darüber hinaus sind über 2000 Briefe von ihm erhalten.

Wegen seiner feinen Ausdrucksweise genossen die Briefe von Erasmus in Europa große Aufmerksamkeit. Man schätzt, dass er täglich etwa 1000 Wörter zu Papier gebracht hat. Seine gesammelten Werke sind 1703 in zehn Bänden herausgegeben worden.

Er sah sich (mit der neuen Buchdrucktechnik) als ein Vermittler von Bildung: „Menschen werden nicht als Menschen geboren, sondern als solche erzogen!“ Als Textkritiker, Herausgeber (Kirchenväter, Neues Testament) und Grammatiker begründete er die neuzeitliche Philologie.

Auf Erasmus geht die heute in westlichen Ländern übliche Aussprache, insbesondere die Betonung des Altgriechischen zurück. Die korrekte Aussprache ist heute umstritten und wohl nicht mehr zweifelsfrei klärbar, obwohl es eine in der Wissenschaft weitgehend akzeptierte Rekonstruktion gibt – vgl. Altgriechische Phonologie.

Als kritischer Denker seiner Zeit zählte Erasmus zu den Wegbereitern der europäischen Aufklärung und wurde gleichermaßen von Spinoza, Rousseau, Voltaire, Kant, Goethe, Schopenhauer und Nietzsche geachtet. – (wikipedia)

-/gw

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