„Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen – aber keine Bildung den natürlichen Verstand!“ …

9 Jul
2020

Arthur Schopenhauer Bild: Jules Lunteschütz (1822–1893), Schopenhauer 2, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

… wusste schon Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer (* 22. Februar 1788 in Danzig / † 21. September 1860 in Frankfurt am Main).

Schopenhauer sah sich selbst als Schüler und Vollender Immanuel Kants, dessen Philosophie er als Vorbereitung seiner eigenen Lehre auffasste. Weitere Anregungen bezog er aus der Ideenlehre Platons und aus Vorstellungen östlicher Philosophien. Innerhalb der Philosophie des 19. Jahrhunderts entwickelte er eine eigene Position des Subjektiven Idealismus und vertrat als einer der ersten Philosophen im deutschsprachigen Raum die Überzeugung, dass der Welt ein irrationales Prinzip zugrunde liege.

Arthur Schopenhauer war ein Einzelgänger. In Frankfurt war der Gelehrte nach Einschätzung von Chronisten ein „verkannter Niemand“. Zeitlebens hielt er sich einen Pudel. Dessen Name war immer ‚Atman‘ („Weltseele“). Wenn ein Hund starb, was etwa alle zehn Jahre vorkam, erwarb er jeweils einen ähnlich aussehenden Pudel. Schopenhauer war der philosophischen Auffassung, dass jeder Hund gleichzeitig jeden anderen Hund enthalte. „Des Pudels Kern“ (Goethe) ging also nie verloren. Für Menschen galt ihm sinngemäß das Gleiche. Wie er gestikulierend im Selbstgespräch mit seinem Pudel am Mainufer spazierte, hat unter anderem der Lokaldichter Friedrich Stoltze bespöttelt.

Schopenhauers Tagesablauf war strukturiert: Morgens die Arbeit am Schreibtisch, Flötespielen regelmäßig vor dem Mittagessen. Die Mahlzeiten soll Schopenhauer nach der Überlieferung seiner Biographen stets in Gasthäusern eingenommen haben, bevor er einen zweistündigen Spaziergang mit seinem Pudel machte. 

Über „die Frauen“ äußerte er sich häufig negativ: „ … Weder für Musik, noch Poesie, noch bildende Künste haben sie wirklich und wahrhaftig Sinn und Empfänglichkeit; sondern bloße Aefferei …“ – Ihm zufolge sind über sexuelle Leidenschaft hinausgehende Liebesbeziehungen zwischen Männern und Frauen nicht möglich:Alle Verliebtheit, wie ätherisch (fein, geistig) sie sich auch gebärden mag, wurzelt allein im Geschlechtstriebe.“ – (wikipedia)

-/gw

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