„Für eine Frau ist Schönheit unbedingt wichtiger als Intelligenz – denn für Männer ist Sehen leichter als Denken!“ …

7 Jul
2020

Lil Dagover • Bild: Louis Held author QS:P170,Q110149, Louis Held – Lil Dagover um 1913, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

… sagte einst Lil Dagover (eigentlich Martha Seubert (* 30. September 1887 in Madiun, Java / † 23. Januar 1980 in Grünwald bei München), deutsche Bühnen- und Film-Schauspielerin. Sie zählte zu den führenden deutschen Stummfilmschauspielerinnen und wirkte zwischen 1916 und 1979 in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit.

Lil Dagover war die eheliche Tochter eines deutschen Forstfachmanns namens Seubert, der in Niederländisch-Indien tätig war. Erzogen wurde sie in Großbritannien, Frankreich und der Schweiz. Nachdem ihre Mutter verstorben war, kam sie als Zehnjährige nach Deutschland zu Verwandten in Tübingen und besuchte die dortige Schule. Später ging sie nach Weimar. Ihr Geburtsname war Martha. Andere Vornamen wie Marie, Antonia, Siegelinde und Lilitt entsprangen ihrer Fantasie.

1913 heiratete sie den Schauspieler Fritz Daghofer und wandelte dessen Nachnamen zu ihrem Künstlernamen „Lil Dagover“ ab. 1914 wurde ihre Tochter Eva geboren. Durch ihren Ehemann kam sie in Kontakt mit dem Film und hatte 1913 ihren ersten Filmauftritt. Sieben Jahre später ließ sie sich von Daghofer scheiden.

Mit Fritz Lang, Friedrich Wilhelm Murnau und anderen trat sie in künstlerisch anspruchsvollen Stummfilmen auf, die ihr Image als „vornehme Dame“ prägten. 1926 heiratete sie den Produzenten Georg Witt. Lil Dagover avancierte neben der Filmkarriere in Berlin auch zu einer angesehenen Theaterschauspielerin – spielte an Max Reinhardts Deutschem Theater oder auch bei den Salzburger Festspielen. – Auch während der Zeit des Nationalsozialismus blieb Dagover ein gefeierter UFA-Star. Mit insgesamt 23 Rollen gehörte sie von 1933 bis 1944 zu den bekanntesten und beliebtesten Leinwanddarstellern. Obwohl die Nationalsozialisten sie hofierten, tat sie sich politisch nicht hervor.  

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg war sie in zahlreichen Filmen zu sehen und wurde mit Preisen bedacht, so 1954 mit dem Bundesfilmpreis für die beste weibliche Nebenrolle in Königliche Hoheit. 1962 erhielt sie das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.

Ein großer Erfolg war 1961 auch die Titelrolle im  Edgar-Wallace-Film „Die seltsame Gräfin“. – Lil Dagover trat bis Ende der 1970er-Jahre in Filmen auf. – 1980 starb sie in ihrem Haus auf dem Bavaria-Filmgelände im Grünwalder Ortsteil Geiselgasteig. Sie und ihr Gatte Georg ruhen nebeneinander auf dem Waldfriedhof Grünwald. – (wikipedia)

-/gw

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