Faszinierende Vielfalt farbenprächtiger Falter — Museum Wiesbaden zeigt „Schmetterlingen auf der Spur“

24 Mai
2020

Blick in die Ausstellung • Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Wiesbaden Schmetterlinge sind die Sympathieträger unter den Insekten. Weltweit flattern über 180.000 verschiedene Arten durch die Lüfte, aber auch sie werden seltener.

Diesen bunten, oft schillernden Faltern widmet das Landesmuseum Wiesbaden nun die große Sonderausstellung „Schmetterlingen auf der Spur“. Ergänzt wird die unterhaltsame Schau durch 50 feine Schmetterlingsstudien und Aquarelle des preisgekrönten Naturillustrators und Künstlers Johann Brandstetter.

Mit über 500 verschiedenen Schmetterlingen gibt die Ausstellung einen eindrucksvollen Einblick in die Artenvielfalt der tag- und nachtaktiven Tiere. Zu bewundern sind einheimische wie auch prachtvolle exotische Exemplare aus der ganzen Welt – von den Taunuswiesen bis zum tropischen Regenwald. In einer Regenwaldinszenierung können aufmerksame Besucherinnen und Besucher auch den größten heute lebenden Schmetterling, die „Weiße Hexe“, aufspüren.

„Monarchfalter, Aquarell und Bleistift“ • Bild: © Johann Brandstetter

In den Naturhistorischen Sammlungen des „Museum Wiesbaden“ befinden sich über 400 Jahre alte Schmetterlingsexemplare, welche die Naturforscherin Maria Sibylla Merian in ihren Büchern abgebildet hat. „Dank ihres großen Talents und ihrer geduldigen Beobachtungsgaben gelang es Merian, bis dahin Unbekanntes hervorragend darzustellen und zu beschreiben. Und wir können nicht nur eines ihrer Werke präsentieren, sondern auch Schmetterlingspräparte zeigen, die sie in Südamerika studiert hat“, so Fritz Geller-Grimm, Leiter der Naturhistorischen Sammlungen.

Das Landesmuseum besitzt außerdem die große historische Sammlung Johann Christian Gernings, dessen breitgefächerte Kollektionen den Grundstock für das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur bilden. Wissenschaftlich bedeutend ist auch die Sammlung des Wiesbadener Arztes und Ehrenbürgers Arnold Pagenstecher. Insgesamt umfasst der Bestand an Schuppenflüglern weit mehr als 800.000 Exemplare und ist damit die größte Sammlungsgruppe des Zweispartenhauses.

Die anschaulich präsentierten Exemplare bieten einen höchst lehrreichen Einblick in die Vielfalt, das Leben und die Besonderheiten der Tag- und Nachtfalter. Besucher erfahren Wissenswertes und Erstaunliches aus dem Leben der Schuppenflügler. Dabei geht es auch um ihre Beziehungen im Ökosystem der Natur und die Bedeutung für den Menschen. Ein Highlight der Präsentation sind die lebenden Raupen:

Die „Raupen Nimmersatt“ sind beim Fressen und beim Verpuppen zu beobachten. Kinder werden ihre Freude an diesen kleinen „Fressmaschinen“ haben und können die Details einer Raupe an einem 18-mal vergrößerten naturgetreuen Modell bestaunen. Zahlreiche Mitmach- und Mikroskopier-Stationen laden zu weiteren Entdeckungen ein.

„Schmetterlingen auf der Spur“ bis zum 31. Januar 2021 im Hessischen Landesmuseum für Kunst und Natur – weitere Informationen unter:  www.museum-wiesbaden.de

Bernd Heier

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