Solidarität in schwierigen Zeiten ~ Bundesentwicklungsminister Gerd Müller würdigt die Arbeit von GEPA und Weltläden

17 Mai
2020

Aus Honduras zugeschaltet war Dolores Cruz Benitez. Als Koordinatorin des Röstkaffeeprojekts der Frauenkooperative APROLMA ging sie auf die Lage der Kaffee-Kleinbäuerinnen in der Corona-Krise ein • Bild: obs/GEPA mbH/GEPA – The Fair Trade Company“

Wuppertal – Die GEPA (früher: „Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt“ – heute: „GEPA – The Fair Trade Company“ / das größte europäische Fair-Handelsunternehmen) wurde am 14. Mai 1975, also vor 45 Jahren, gegründet, um die benachteiligten Produzentengruppen – Partner im Globalen Süden – zu unterstützen.

Viele, wie etwa Kaffeegenossenschaften oder Handwerksorganisationen, haben gerade jetzt mit besonders existenziellen Nöten zu kämpfen, weil es nicht nur um eine gesundheitliche, sondern auch um eine soziale und wirtschaftliche Krise geht. Anlässlich seiner jetzigen Jahres-Pressekonferenz hat das Fair Handelsunternehmen im Livestream über die aktuellen Entwicklungen berichtet.

Sehr positive Entwicklung 2019:  Der Umsatz wurde um 9,5 Prozent auf einen Großhandelsumsatz von 80,7 Millionen Euro gesteigert. Konsument*innen kauften für rund 119,5 Millionen Euro (Umsatz zu Endverbrauchspreisen) z.B. Kaffee, Schokolade, Tee, Honig und Handwerksartikel. – „Auch das Jahr 2020 ist sehr gut gestartet, bis uns dann seit Mitte März die Corona-Krise ebenfalls stark beeinflusst hat“, sagte der Kaufmännische Geschäftsführer Matthias Kroth. In den besonders betroffenen Vertriebsbereichen Weltläden/Gruppen und Außer-Haus-Service (z.B. Gastronomie, Bildungsstätten) gab es im April Umsatzeinbrüche von deutlich über 50 bis zu 70 Prozent. Durch die guten Anfangsmonate und die erfreulich guten Zuwächse im Vertrieb Lebensmittel-, Bio- und Naturkosthandel von deutlich über 20 Prozent sowie im Endkunden-Onlineshop von fast 50 Prozent zeigt sich im ersten Quartal noch ein leichtes Umsatzplus für die GEPA gesamt.

Um Kosten aufzufangen, wurde für ca. 50 Prozent der Belegschaft Kurzarbeit angemeldet. „Einen Erfolg würde dieses Jahr bedeuten, wenn wir bei zunehmender Lockerung der Corona-Beschränkungen einen Verlust vermeiden können. Die GEPA ist aber generell gut aufgestellt, um diese wirtschaftlich schwierige Phase ohne Folgeschäden zu überstehen“, erklärte Matthias Kroth. – Neue Impulse soll auch weitere Digitalisierung geben – wie etwa der Aufbau eines CRM (Customer Relationship Management) zur Unterstützung und Optimierung der Vertriebs- und Marketingaktivitäten.

„Solidarität ist jetzt von allen gefordert, und wir dürfen die Produzent*innen im Globalen Süden nicht vergessen“, so GEPA-Geschäftsführer Peter Schaumberger: „Anders und besser weiter: Weil alle weltweit von der Pandemie betroffen sind, ist faires und partnerschaftliches Handeln besonders wichtig. In den 45 Jahren ihres Bestehens hat sich die GEPA immer dafür eingesetzt. Weltläden sind dabei das Rückgrat und Herz des Fairen Handels …“!

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller schrieb der GEPA und forderte Verbraucher*innen zu fairem Konsum auf: „Es ist auch der Arbeit der GEPA und der Weltläden zu verdanken, dass immer mehr Menschen zu fairen Produkten greifen. In diesen Zeiten zeigt sich besonders, wie wichtig langfristige und partnerschaftliche Handelsbeziehungen sind. Denn sie sichern auch in der Krise Arbeitsplätze in Entwicklungsländern, obwohl viele Lieferketten drohen zusammenzubrechen. Wir müssen global zusammenhalten. Das Entwicklungsministerium hat deswegen ein Corona-Sofortprogramm auf den Weg gebracht: Zur Pandemiebekämpfung, zur Verhinderung von Hunger und der Sicherung von Arbeitsplätzen in globalen Lieferketten. Machen Sie auch mit und kaufen Sie fair – gerade in Zeiten, in denen es auf Menschlichkeit, Verantwortung und Solidarität ankommt, bei uns und überall in der Welt.“ …

Näheres zu Preisen und Auszeichnungen sowie zur GEPA allgemein unter:  www.gepa.de

ots/gw

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