WASSER und SEIFE sind aktueller und wichtiger denn je – „Welttag der Handhygiene“ am 05. Mai

2 Mai
2020

Bild: Pixabay

Wiesbaden – Fünf plus Fünf – so symbolisiert das Datum 05.05. die zweimal fünf Finger des Menschen! Regelmäßiges Händewaschen gilt als eine der entscheidenden Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionskrankheiten.

Zur Zeit ziehen immer mehr Menschen – ob im Supermarkt oder beim Spaziergang – Einmalhandschuhe an, um sich vor einer Corona-Infektion zu schützen. Doch tatsächlich sind „nackte“ Hände hygienischer – sofern sie regelmäßig gründlich gewaschen werden. Darauf weist das R+V-Infocenter zum „Welttag der Handhygiene“ hin, den es seit 2009 gibt –  doch wohl noch nie war das Thema aktueller als heute. Im Gegensatz zum regelmäßigen gründlichen Händewaschen tragen Einmalhandschuhe aus Latex oder Kautschuk nicht zur Eindämmung des Infektionsrisikos mit Coronaviren bei.

„Viele Menschen fühlen sich im Moment besser, wenn die Hände bedeckt sind. Doch wenn sie mit Handschuhen Dinge anfassen, verteilen sie die Viren in größerem Umfang als ohne“, sagt Friederike Kaiser, Beratungsärztin bei der R+V Krankenversicherung. Denn an der Haut haften Viren und Bakterien grundsätzlich besser als an Kunststoffen. Die Handschuhe geben sie dadurch in deutlich größerem Umfang ab. „Das ist zum Beispiel auch gefährlich, wenn sich die Träger mit Handschuhen ins Gesicht fassen.“

Hinzu kommt, dass Handschuhe nur kurz getragen werden dürfen, damit sie einen Schutz bieten. Zum einen quillt die Haut durch Schwitzen auf und wird empfänglicher für Keime. Zum anderen werden die Handschuhe porös und damit durchlässig. Die Träger verhalten sich dagegen oft noch so, als seien sie sicher“, erklärt R+V-Expertin Kaiser. Deshalb ziehen Rettungssanitäter  beispielsweise immer ein neues Paar Handschuhe an, bevor sie mit einem neuen Patienten in Kontakt kommen – und entsorgen diese direkt im Anschluss:

„Allerdings geht es bei ihnen vor allem um den Schutz vor Erregern, die durch Blut übertragen werden, also beispielsweise HIV. Coronaviren werden nicht direkt über die Hände übertragen, sondern nur durch Kontakt mit Schleimhäuten. Zudem lassen sie sich mit Wasser und Seife gut von den Händen entfernen – mindestens 20 Sekunden einseifen und dann abwaschen.“

ots/gw

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