GOLDGELBE Frühlings-Sinfonie – ‚Adonisröschen‘ und ‚Wiesensteppen‘ begeistern tausende Pflanzen- und Naturfreunde

18 Apr
2020

In Deutschland wachsen Frühlings-Adonisröschen heute nur noch in einigen isolierten Gebieten wie an den Oderhängen bei Mallnow. – Foto: Frauke Hennek

Mallnow (Märkisch-Oderland) Frühlings-Sinfonie in Goldgelb! – Adonisröschen und Wiesensteppen auf den Trockenhängen des Oderbruchs!

Jedes Jahr im April zieht es Tausende Pflanzenfreunde und Naturinteressierte in das 309 Hektar große Naturschutzgebiet „Oderhänge Mallnow“, um sich am Blütenzauber der goldgelben Frühlings-Adonisröschen zu begeistern.

Die Oderhänge bei Mallnow zeigen ihre volle Schönheit im April, wenn sich die bis zu sieben Zentimeter großen Blüten des Frühlings-Adonisröschens öffnen und die artenreichen Trocken- und Halbtrockenrasen in ein goldgelbes Meer verwandeln. Ursprünglich stammt das Adonisröschen aus den kontinentalen Steppen Osteuropas und Vorderasiens.

Nach Mitteleuropa kam die schöne Steppenpflanze nach dem Ende der letzten Eiszeit und verbreitete sich insbesondere durch die Wanderschäferei auf den trockenwarmen Standorten unserer Kulturlandschaft. In Deutschland wachsen Frühlings-Adonisröschen heute nur noch in einigen isolierten Gebieten wie an den Oderhängen bei Mallnow und Lebus im Osten Brandenburgs.

Über die Jahrhunderte wurden die Oderhänge mit einer Beweidung aus Schafen und Ziegen offen gehalten. Dadurch entwickelten sich wertvolle Trockenrasen mit einer Fülle an lichtliebenden und trockenresistenten Pflanzenarten wie das Frühlings-Adonisröschen. Im Sommer verwandeln zudem Sibirische Glockenblume, Helm-Knabenkraut oder Violette Schwarzwurzel die Hänge in einen bunten Blütenteppich.

Viele an die Trockenheit angepasste Bienen-, Schmetterlings- und Käferarten leben in dem Gebiet, wovon auch seltene Vogelarten wie Grauammer, Wiedehopf oder Wendehals profitieren. Mit etwas Glück kann man an den Adonishängen sogar Bienenfresser beobachten. Auch die Zauneidechse findet hier optimale Lebensbedingungen, ihr Bestand zählt an den Oderhängen zu den größten Deutschlands.  –  www.NABU.de

nabu/gw

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