„Wenn der Mensch so viel Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn er selbst leidet?“ …

18 Apr
2020

Romain Rolland • Bild: Unknown author, Romain Rolland 1915, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

… diese Aussage stammt von Romain Rolland (* 29. Januar 1866 in Clamecy, Département Nièvre / † 30. Dezember 1944 in Vézelay, Burgund), französischer Schriftsteller, Musikkritiker und Pazifist. Er wurde 1915 als dritter Franzose mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Wegen seiner Kritik an der Kriegspolitik, denen er mit zunehmender Dauer des Krieges vorwarf, sich selbst im Falle eines Sieges zu zerstören, wurde Rolland zu einer Symbolfigur der transnationalen Antikriegs- und der internationalen Arbeiterbewegung während des Ersten Weltkrieges. Als Lenin im April 1917 aus dem Schweizer Exil nach Russland abreiste, beauftragte er den Sozialisten Henri Guilbeaux, Rolland ins revolutionäre Russland einzuladen. Unter Berufung auf seine Unabhängigkeit als „intellektueller Wächter“ über den Parteien lehnte Rolland das Angebot ab. Stefan Zweig trifft Romain Rolland während des Ersten Weltkrieges in der Schweiz und ist von dessen Person und Arbeit überwältigt.

Ende der 1920er-Jahre hatte er sich erneut Beethoven zugewandt und eine auf fünf Bände angelegte Monografie begonnen, die in Teilen 1928, 1930, 1937 und schließlich postum 1945 erschien, aber unvollendet blieb. – 1937 zog er sich in den burgundischen Wallfahrtsort Vézelay zurück, wo er seinen Lebensabend zu verbringen gedachte. Hier schrieb er an seinen Memoiren, vollendete unter anderen die 1924 begonnene Geschichte seiner Kindheit Voyage intérieur (gedruckt 1942).

Anfang November 1944 reiste er trotz Krankheit ein letztes Mal nach Paris, das im August von der deutschen Armee aufgegeben worden war, um dort an einem Empfang in der sowjetischen Botschaft teilzunehmen. Zurück in Vézelay erlebte er noch die fast vollständige Befreiung Frankreichs zum Jahresende 1944. – Nach seinem Tod erschienen seine umfangreiche und vielfältige Korrespondenz sowie die Tagebücher. Zahlreiche Werke sind in den Jahrzehnten seither nachgedruckt worden, in Deutschland etwa 1977 der Johann Christof als dtv-Dünndruck-Ausgabe und 1994 die Tolstoi-Biographie bei Diogenes. Trotz seines Ruhms in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird Rolland heute kaum noch gelesen.  –  (wikipedia)

-/gw

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