OSTERN steht schon vor der Tür – Mit Pflanzensäften Hühnereier zum Leuchten bringen !

7 Apr
2020

Ostereier im Schnee – Foto: NABU/Helge May

Berlin – Die bemalten und gefärbten Ostereier sind schon wieder überall zu bewundern. Doch woher kommt eigentlich dieser Brauch?

Warum ist der Lieferant der bunten Geschenke ausgerechnet ein Hase? Das österliche Eierfärben wird in Deutschland seit Jahrhunderten praktiziert – und macht auch heute noch genauso viel Spaß! Passend zu den leckeren Bio-Eiern kann man auch bei den Farben ganz auf die Natur setzen. Die Farbergebnisse sind zwar nicht so knallig wie die gekaufte Variante aus dem Supermarkt, aber dafür kommen Naturfarben ganz ohne E-Nummern aus und schon ihre Herstellung bereitet Spaß für die ganze Familie!

Für ein Ostern im Sinne der Müllvermeidung empfiehlt der NABU, die Zutaten anschließend so weit wie möglich zum Kochen zu verwerten. – Das wird gebraucht: Natürlich Eier. Sowohl weiße als auch braune Eier können zum Färben verwendet werden. Weiße Eier ergeben eher leuchtende oder hellere Farben, braune Eier einen dunkleren Farbton. Am besten natürlich Bioeier: Diese haben außerdem eine dickere und stabilere Schale und eignen sich deshalb zum Färben besonders gut.

Und dann noch die Pflanzenfarben aus der Natur. Grundsätzlich eignen sich alle färbenden Lebensmittel, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. So kann man auch beispielsweise mit frischem Spinat, Karottenschalen oder Hibiskusblüten experimentieren. NABU hat es mit folgenden Pflanzen versucht:

Blau:  frischer Rotkohl
Rot:  eingelegte Rote Beete
Orange:  Schalen vom frischen Kurkuma (gemahlener Kurkuma geht auch gut)
Gelb  bis goldbraun: Zwiebelschalen
Grün:  frische Minze
Braun:  Kaffeesatz

Und so geht’s:  Zuerst müssen die Eier gekocht werden. Dafür die Eier am Tag vorher bei Zimmertemperatur aufbewahren. So stellt man sicher, dass sie beim Kochen nicht platzen und man erspart sich das Aufstechen. Die Eier dann in einen Topf mit lauwarmem Wasser legen und für mindestens zehn Minuten kochen.

Gekochte Eier mit kaltem Wasser abschrecken und, wenn nötig, vorsichtig mit etwas Essig den Stempelaufdruck entfernen oder zumindest verblassen. Die fertigen Eier in Vorbereitung für das Färben in leere Schalen, Tassen oder Gläser legen.

Jetzt werden die Naturfarben produziert. Da die verwendeten Zutaten abfärben, ist zum Beispiel die Nutzung einer Küchenschürze oder Tischunterlage vorteilhaft. Denn insbesondere Kurkuma hinterlässt auf Fingern, Kleidung oder auch der Tischplatte schnell einen Gelbstich.

Generell gilt: Je weniger Wasser verwendet wird, um den Farbsud anzusetzen, desto kräftiger sind später die Farben. Kleiner Tipp: Mit der Zugabe von Essig kann man die Farben aufhellen. Um die Farbpigmente zu lösen, gibt es folgende Möglichkeiten:  Mit warmem Wasser aufgießen! – Eignet sich besonders für die Zwiebelschalen und den Kaffeesatz. Je weniger Wasser benutzt wird, desto intensiver wird das Farbergebnis.

Woher kommt dieser Brauch der „bunten Ostereier“?
 
Nicht nur in Deutschland wird während der Vorbereitung des Festes viel mit Farbe hantiert. Von Armenien über Russland, Griechenland, den Mittelmeerraum bis hin nach Mitteleuropa hat sich die Tradition des Eierbemalens durchgesetzt. Möglicherweise stammt der Brauch ursprünglich aus einer viertausend Jahre alten Religion, die im Gebiet des heutigen Armenien und Kurdistan weit verbreitet war, dem Jesidentum. In Deutschland fand das österliche Eierfärben erstmals im 16. Jahrhundert Erwähnung. Hundert Jahre später wurde dann von dem Brauch berichtet, Eier für die Kinder zu verstecken.  –  www.nabu.de

nabu/gw

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