„Ingrid Godon. Ich wünschte“ im Museum Angewandte Kunst – Von Bildern über Klanginstallationen bis Kulinarik

28 Feb
2020

Ingrid Godon vor einem ihrer Gemälde • Foto: Bernd Heier

Frankfurt am Main – Open House mit einzigartigem Programm! – Besucher*innen des Museums Angewandte Kunst erwartet schon beim Betreten des eleganten Richard-Meier-Baus eine Riesenüberraschung:

Im Foyer ist eine Barlandschaft mit roten Tischen und Stühlen aufgebaut und eine Klanginstallation zu hören. Das Team um Direktor Prof. Matthias Wagner K hat die Ausstellung „Ingrid Godon. Ich wünschte“ zum Anlass genommen, das Museum als ein lebendiges und pulsierendes, aber auch stilles und kontemplatives Open House zu präsentieren. „Zwischen den Wandillustrationen und Originalen der belgischen Künstlerin lädt ein Angebot an Musik, Performances und Workshops Besucher*innen jeden Alters zum sinnlichen Erleben und Verweilen ein“, erklärt Kurator Thomas Linden.

Was den Kunstfreunden während der 19-tägigen Ausstellungslaufzeit geboten wird, ist ein einzigartiges Erlebnis: Neben der Präsentation von kleinformatigen Originalen und großflächigen Reproduktionen von Werken der belgischen Künstlerin Ingrid Godon werden außerdem 46 Veranstaltungen geboten – darunter 6 Konzerte, 11 “Ich wünschte Sessions“, 3 Clubnights, 12 DJs/Livesets, 6 Barabende, 6 Workshops, 3 Gasthaus-Abende mit 8-Gänge-Menüs, 3 Performances, 2 Kino-Abende und eine abschließende 48 Stunden Live Performance.

„In einer Zeit des rasanten technologischen Wandels, in einer Welt des fortschreitenden Populismus, der Irrungen und Wirrungen zwischen Lüge und Aufklärung sowie der Angst vor Kriegen und Klimakatastrophen hat das Potenzial, das im individuellen Wünschen liegt, umso größere Beachtung verdient“, sagt Wagner K. Denn die Veränderung von Missständen fängt zu allererst mit dem Wunsch an, etwas verändern zu wollen. Deshalb lädt das Museum in einen „Möglichkeitsraum“ ein, damit Gäste über die eigenen Wünsche reflektieren und sich austauschen können.

Tiefgründige Texte des Lyrikers Toon Tellegen ergänzen Godons Werke; © ToonTellegen • Foto: Bernd Heier

Godons ausgewählte Illustrationen dienen als Ausgangspunkt für diese Reflexionen. Die Arbeiten der international renommierten Künstlerin zeigen sich mal überlebensgroß, mal winzig klein. Zusammen mit Texten des vielfach ausgezeichneten Lyrikers Toon Tellegen sollen die Bilder von Gesichtern ernster Kinder, wehmütiger Männer und nachdenklicher Frauen eine Tür für unsere Gedanken öffnen.

Während der gesamten Laufzeit verwandelt die für die Schau konzipierte Klanginstallation „sound 48H silence“ von d.o.o.r (Oona Kastner und Dirk Raulf) die Architektur des Museums in einen großen Klangkörper. Sie mündet am letzten Wochenende in einer 48-stündigen Live-Performance mit namhaften internationalen Musiker*innen.

Das Frankfurter Musik- und Kulturfestival EL BARRIO bietet Konzerte und Livesets von internationalen Musiker*innen, ausgewählte Menüs, ein Popup-Kino und eine Barlandschaft. Die „Create-Abteilung“ des Museums lädt zu Performances und Workshops aus den Bereichen Tanz und Spoken-Word sowie Workshops von der Bildungsstätte Anne Frank ein. Über einen Zeitraum von zwei Wochen haben Besucher*innen im „Create Space“ die Möglichkeit, das Erlebte kreativ zu verarbeiten und sich mit den eigenen Gedanken auseinanderzusetzen.

„Ingrid Godon. Ich wünschte“ nur bis zum 15. März 2020 im Museum Angewandte Kunst – Weitere Informationen, speziell zu den Einzelveranstaltungen, zu Preisen  und den geänderten Öffnungszeiten unter:  www.mueumangewandtekunst.de

hbh

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