„Wir fallen aus der Rolle?!“ – Motto des ‚Internationalen Frauentags 2020‘ in Wiesbaden am 28.02.2020

24 Feb
2020

Ingrid Heuser: Installation mit dem Titel „Barbies neue Kleider – Neue Rollen/alte Muster?“ (Ausschnitt) • Bild: © Ingrid Heuser

Wiesbaden – Am 08. März ist „Internationaler Frauentag“ – seit mehr als 100 Jahren wird er begangen. Am Frauentag – teilweise auch Weltfrauentag, Frauenkampftag oder Frauenwelttag genannt – demonstrieren Frauen weltweit für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung. Weltweit ist der Internationale Frauentag sogar in insgesamt 26 Ländern gesetzlicher Feiertag.

Der Frauentag hat seine Wurzeln in der Arbeiterinnen-Bewegung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Wann und wo genau erstmals die Idee für einen politischen „Frauenkampftag“ entstand, ist nicht eindeutig geklärt. Klar ist aber, dass sich in vielen Ländern ab Ende des 19. Jahrhunderts Frauen- und Arbeiterinnenbewegungen an diesem Tag für Gleichberechtigung, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen sowie für ein Frauenwahlrecht und gegen Diskriminierung einsetzten.

Jutta Werth „Greta Thunberg“ • Bild: ©Jutta Werth

Die Gesellschaft wandelt sich und mit ihr prägende „Frauenbilder“ und „Frauenrollen“. Welche (Vor-)Bilder und Rollen erleben Mädchen und Frauen heute in den verschiedenen Lebensbereichen wie Familie, Arbeitswelt und Freizeit und welchen Einfluss haben geschlechtsspezifische Rollenerwartungen auf eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe? Welche Rollen spielen Frauen gegenwärtig in den Medien, im Film als Kunst- und Kulturschaffende? Diese Themen stellen beispielsweise das Kommunale Frauenreferat und der Arbeitskreis Frauen- und Mädchenpolitik Wiesbaden in den Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltungen, die in der Landeshauptstadt unter dem Motto stehen: „Wir fallen aus der Rolle?!“

Der Veranstaltungsreigen wird in Wiesbaden bereits am 28. Februar 2020 mit zwei Vernissagen eröffnet. Im Foyer des Wiesbadener Rathauses präsentieren Künstlerinnen aus der Region in einer Gemeinschaftsausstellung mit unterschiedlichen Techniken ihre Interpretationen des diesjährigen Themas. Die in diesem Jahr ausgewählten Künstlerinnen sind: Martina Elbert, Barbara Heier-Rainer, Ingrid Heuser, Daniela Polz, Grit Reiss, Ellen Ribbe, Zoya Sadri, Christiane Steitz, Imke Stolle-d`Silva und Jutta Werth.

In der parallelen Präsentation „Denn das Private ist politisch“ stellen Wiesbadener Einrichtungen und Organisationen aus dem Netzwerk der Mädchen- und Frauenarbeit mit Statements, Collagen, Skulpturen ihre Perspektiven vor. „Sieben starke Frauen mit und ohne Theatererfahrung“, so die Programmankündigung, haben sich unter der Leitung von Projektpädagogin Mascha Holly mit Frauenrollen beschäftigt und so ihren ganz persönlichen Zugang zum diesjährigen Motto gefunden.

Das Highlight findet mit einem Empfang, einer Podiumsdiskussion und Filmvorführung am Sonntag, 08. März 2020, in der Caligari Filmbühne statt (Beginn: 18.00 Uhr). An der „Begrüßungs-Interviewrunde“ nehmen u.a. die Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel sowie Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende teil. In der folgenden Podiumsdiskussion werden die Autorin und Filmemacherin Dr. Andrea Stoll, die Hauptgeschäftsführerin der IHK Wiesbaden, Sabine Meder, und die Referentin im Frauenreferat der Stadt Frankfurt, Linda Kagerbauer Frauen(vor)bilder und Rollenerwartungen erörtern. Moderation: Katrin Seibold. Anschließend ist noch der mit dem „Deutschen Fernsehpreis“ und der „Goldenen Kamera 2019“ ausgezeichnete Fernsehfilm „Aufbruch in die Freiheit“ zu sehen.

Informationen zu weiteren Veranstaltungen unter:  www.wiesbaden.de  und  www.wiesbaden.de/caligari

Bernd Heier

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