Bedeutende Ausstellung „Hölderlin – ein geprägtes Bild“ im ‚Gotischen Haus Bad Homburg‘ bis 30.06.2020

17 Feb
2020

Friedrich Hölderlin • Bild: Franz Karl Hiemer artist QS:P170,Q1446439, FK Hiemer – Friedrich Hölderlin (Pastell 1792), als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Bad Homburg vor der Höhe – Hölderlin-Rezeption in der Kunst – Ausstellung im Museum Gotisches Haus ab sofort bis zum 30. Juni. – 2020 steht ganz im Zeichen eines der bedeutendsten Dichter Deutschlands: Friedrich Hölderlin.

Am 20. März jährt sich der Tag seiner Geburt – in Lauffen am Neckar – zum 250. Mal. Landauf, landab ehren ihn die Städte, in denen er Wochen, Monate oder Jahre seines Lebens verbrachte, mit kulturellen Veranstaltungen verschiedener Couleur. Auch Bad Homburg hat ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, denn hier, in der damaligen Residenzstadt am Taunus lebte Friedrich Hölderlin von September 1798 bis Anfang Juni 1800 und von Juni 1804 bis September 1806. Hier schrieb er wichtige Werke, aber hier endete auch sein selbstbestimmtes Leben. Er wurde für geisteskrank erklärt und im Tübinger Turm untergebracht.

Seitdem versuchen die Menschen, sich ein Bild vom schwierigen Dasein und Schaffen Hölderlins zu machen. Dazu will auch das Städtische historische Museum Bad Homburg im Gotischen Haus beitragen. Die Ausstellung „Hölderlin – ein geprägtes Bild“ zeigt, wie sich bildende Künstler mit dem Thema auseinandersetzen. Bad Homburg verfügt über eine ganze Reihe von Schätzen, die das Bild Hölderlins künstlerisch beleuchten.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das, was ihr den Namen gab: Die einzige öffentliche Sammlung an Medaillenprägungen und Plaketten auf Friedrich Hölderlin. Zusammengetragen hat sie der inzwischen aufgelöste „Förderkreis Bad Homburg Münzkabinett“ in einem Zeitraum von fast vierzig Jahren. Die Sammlung umfasst numismatische Kunstwerke, die von Künstlern entworfen und lediglich in kleinen Auflagen geprägt wurden. Aber auch Gedenkmedaillen sind zu sehen, die in Prägeanstalten in hohen Auflagen produziert wurden. Von Friedrich Hölderlin gibt es nur wenige bildnerische Zeugnisse aus der Zeit. Das bekannteste ist das Porträt, das Franz Karl Hiemer(1768–1822) im Jahre 1792 geschaffen hat – es diente den meisten Künstlern und Medailleuren als Vorlage.

Im Besitz des Bad Homburger Museums und in der Ausstellung zu sehen sind außerdem Kunstwerke moderner und zeitgenössischer Künstler, die sich mit Hölderlin auseinandergesetzt haben. Zum Beispiel von Max Kaminski, der seit seiner Teilnahme an der Documenta 6 in Kassel (1977) einen großen Bekanntheitsgrad erlangte. Kaminski starb im Januar vergangenen Jahres und hinterließ expressiv gestaltete Gouachen, inspiriert von Hölderlins Dichtung. Der 2009 verstorbene Wiener Bildhauer, Maler und Grafiker Alfred Hrdlicka schuf 1971 seinen Zyklus „Hölderlin, Wahnsinn“, von dem Radierungen gezeigt werden.

Seit 1999 besitzt das Städtische historische Museum außerdem das einzige, von Jürgen Wölbing gestaltete Kunstbuch „Hölderlin – Sieben Maximen“, das ebenfalls besichtigt werden kann. Und nicht zuletzt kann das Homburger Museum großformatige Blätter, Künstlerbücher und Übermalungen von Robert Schwarz vorstellen, die alle mit Hölderlin in Zusammenhang stehen. Der 68-Jährige gehört zu den namhaftesten Buchkünstlern der Gegenwart, der über umfassende Kenntnisse der Lithografie und einen virtuosen Umgang mit einer Vielzahl von Farben und Druckgängen verfügt.

„Hölderlin – ein geprägtes Bild“ im Museum Gotisches Haus, Tannenwaldweg 102 in Bad Homburg, ab sofort bis zum 30. Juni 2020, dienstags bis samstags von 14:00 bis 17:00 Uhr, sowie sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr – Eintritt zwei Euro. – Weitere Informationen unter:  www.bad-hom­burg.de

dm/gw

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