‚Nieren- und Blasengesundheit‘ im Fokus von „Verständlicher Medizin“ – Experten informieren am 19.02.2020 über „Klärwerk unseres Körpers“

12 Feb
2020

Wiesbaden – Die Nieren filtern unser Blut, sodass giftige Substanzen oder Stoffwechselabfallprodukte mit dem Urin ausgeschieden werden können. Gleichzeitig produzieren sie Hormone und sind unter anderem für die Regulierung des Wasser- und Elektrolythaushalts zuständig. Sie sind das „Klärwerk unseres Körpers“.

Entsprechend fürsorglich sollten wir mit diesem Organ umgehen, empfehlen Experten. Gesunde Ernährung und ein aktiver Lebensstil ohne Rauchen sind dabei die wichtigsten Faktoren. Da Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes Mellitus Nierenprobleme verursachen können, sollten Betroffene regelmäßig ihren Blutzucker und Blutdruck überprüfen lassen.

Doch welche Anzeichen gibt es dafür, dass mit dem „Klärwerk“ etwas nicht stimmt? Jeder Gang zur Toilette ist schmerzhaft und der Harndrang ist direkt nach Aufsuchen des „stillen Örtchens“, trotz nur geringer Urinmenge, schon wieder da – das sind typische Anzeichen einer Blasenentzündung. Die Zystitis, wie die Erkrankung fachlich genannt wird, geht oft auch mit Unterleibsschmerzen oder blutigem Urin einher. Verantwortlich dafür sind meist Bakterien, die in den normalerweise sterilen Harntrakt eindringen und eine Entzündung verursachen.

Frauen sind häufiger betroffen als Männer, da deren Harnleiter deutlich länger ist und Bakterien entsprechend weitere Wege zurücklegen müssen. Sobald Nierenschmerzen, Fieber und auch Schüttelfrost auftreten, sind meist nicht mehr nur die unteren, sondern auch die oberen Harnwege betroffen: Es kommt zu einer gefährlichen Nierenbeckenentzündung; allerdings ist dies ein eher seltener Verlauf.

Auch Blasen- und Beckenbodenschwäche, unter denen meist Frauen leiden, werden in den Fachvorträgen im Rahmen von „Verständlicher Medizin“ am 19. Februar 2020 thematisiert. Diese Beschwerden lassen sich mit konsequentem Training oder kleinen Hilfsmitteln meist gut behandeln. Es ist daher wichtig, dass Betroffene frühzeitig einen Gynäkologen oder Urologen konsultieren, um die jeweils richtigen Behandlungsmethoden zu finden.

Prof. Dr. Frank Strutz, Nierenzentrum Wiesbaden, wird über den Schutz der Nieren in jeder Lebenslage informieren – sowie Dr. Michèle Lindenthal, Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden, über Nierenbeschwerden bei Diabetes – und Dr. Stefanie Buchen, Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden, über Blasen- und Beckenbodenschwäche.

Die Vortragsveranstaltung „Nieren- und Blasengesundheit“ im Rahmen von „VerständlicherMedizin“, über die Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz die Schirmherrschaft übernommen hat, findet am Mittwoch, 19. Februar 2020, von 17:30 bis 19:30 Uhr, bei freiem Eintritt im Wiesbadener Rathaus, Schlossplatz 6, statt.

Weitere Informationen unter:  www.wiesbaden.de/verstaendliche-medizin

Bernd Heier

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