„Nur die Ruhe in uns selbst lässt uns sorglos zu neuen Ufern treiben!“ …

6 Dez
2019

Adalbert Stifter • Bild: Ferdinand Georg Waldmüller artist QS:P170,Q186816, Ferdinand Georg Waldmüller – Bildnis Adalbert Stifter, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

… erkannte schon Adalbert Stifter (* 23. Oktober 1805 in Oberplan, Böhmen / † 28. Januar 1868 in Linz), österreichischer Schriftsteller, Maler und Pädagoge. 

Adalbert Stifter gilt als Meister der biedermeierlichen Naturdarstellungen. Diese für seine Zeit neuartigen Landschaftsbeschreibungen haben dem naturverbundenen Schriftsteller den zweifelhaften Ruf eines Heimatschriftstellers eingebracht.

Bis heute wird ihm nachgesagt, er habe die ländliche Lebenswelt als Idylle idealisiert. Viele seiner Erzählungen spielen im Mühlviertel, einer Gegend, die bis heute von Dörfern und großen Waldgebieten geprägt ist und zwischen den Flüssen Donau und Moldau im Grenzgebiet von Oberösterreich, Südböhmen und Bayern liegt.

Stifter pflegte als Erzähler einen klaren und scharf beobachtenden Stil. Die genaue und bedachte Sprache und episch breite Naturdarstellungen bewirken eine Entschleunigung der Handlung seiner Erzählungen. Zu Stifters Bewunderern zählt Friedrich Nietzsche, der den Nachsommer und die Aphorismen von Georg Christoph Lichtenberg – neben Johann Wolfgang von Goethe (vor allem dessen Gespräche mit Johann Peter Eckermann) zum „Schatz der deutschen Prosa“ zählt.

Die Seelenlandschaft des Menschen wird von ihm in der Parallelwelt der Natur gespiegelt. „So verschwindet zu unserer tiefsten Befreiung und Befriedigung die Grenze zwischen dem Menschen in der Landschaft und der Landschaft im Menschen.“ Thomas Mann behauptet zwar, „dass hinter der stillen, innigen Genauigkeit gerade seiner Naturbetrachtung eine Neigung zum Exzessiven, Elementar-Katastrophalen, Pathologischen wirksam ist.“  – (Wikipedia)

-/gw

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