WICHTIGE TIPPS für Anfänger und Hobby-Fotografen

3 Dez
2019

Bild: Pexels, Photo by Juraj Masar, CC0 Public Domain

Wenn man gerade erst mit dem Fotografieren begonnen hat, ist die Gefahr groß, den gängigsten Anfängerfehlern zum Opfer zu fallen. Das muss aber nicht sein!

Selbst Gelegenheitsfotografen, die sich nicht gut mit verschiedenen Kameraeinstellungen auskennen, können beeindruckend gute Bilder machen, wenn sie sich an ein paar grundlegende Regeln halten. Viele dieser Tipps gelten übrigens auch für das Fotografieren mit dem Smartphone.

Die richtigen Lichtverhältnisse abpassen

Viele Anfänger achten beim Fotografieren nicht wirklich auf die Lichtverhältnisse. Allgemein bekannt ist nur, dass die Umgebung relativ hell sein muss, um ein Motiv sichtbar einfangen zu können. Wie die Sonne gerade steht, wird dabei oft völlig außer Acht gelassen. Für professionelle Fotografen ist der Stand der Sonne und die Richtung des Lichteinfalls einer der wichtigsten Faktoren überhaupt. Man könnte sogar sagen, dass das richtige Licht viel wichtiger ist, als die Qualität der Kamera oder des Objektivs. Selbst mit einer mittelmäßigen Smartphone-Kamera kann man dann wunderschöne, ästhetische Fotos schießen.

Natürlich dauert es lange, bis man Lichtverhältnisse wie ein professioneller Fotograf einschätzen kann. Als Faustregel gilt jedoch: Man sollte nie bei hochstehender Sonne fotografieren, da dies starke Kontraste erzeugt. Durch das harte Licht werden sehr helle Bereiche extrem hell abgebildet, während man dunkle Bereiche überhaupt nicht mehr sieht. Bei einem Gesicht heißt das: Kleine Schatten und dunkle Augenhöhlen, während der Rest hell aufleuchtet. Übrigens: Dass man auf keinen Fall gegen die Sonne fotografieren sollte, ist nur ein Mythos. Während günstigere Kameras und Smartphones solche Bilder zu dunkel aussehen lassen, fängt man mit hochwertigen Kameras die schönsten Momente ein, wenn die Sonne mit auf dem Bild ist. Hier muss man einfach die Belichtung manuell anpassen.

Lichter der Nacht richtig einfangen

Nachtbilder können schlichtweg atemberaubend sein. Und das besonders dann, wenn das nächtliche Treiben einer Großstadt eingefangen wird. Das beste Beispiel ist hier die Geburtsstadt der nächtlichen Unterhaltung und des Glitzers: Las Vegas. Die vielen hell beleuchteten Casinos wurden unter anderem vom Investor Steve Wynn erbaut – darunter fällt zum Beispiel auch das Bellagio, dessen riesiger Springbrunnen ein beliebtes Nachtmotiv ist. Um ein wirklich gutes Foto bei Nacht aufzunehmen, braucht man unbedingt ein passendes Kamerastativ. Das liegt daran, dass Nachtaufnahmen sehr lange Belichtungszeiten benötigen und das manuelle Stillhalten unmöglich wäre.

Befindet man sich an einem windigen Ort, sollte das Stativ wirklich schwer sein, damit die Kamera nicht beim kleinsten Windstoß auf den Boden fällt. Am besten schafft man sich auch einen Kabel- oder Fernauslöser an, damit das Bild durch die kurze Berührung nicht verwackelt. Anstatt den Autofokus zu verwenden, sollte man die Kamera auch auf jeden Fall manuell fokussieren. Bei einer DSLR-Kamera kann die Live View aktiviert werden: So sieht man das Motiv auf dem Display und kann es durch Heranzoomen genau in den Fokus rücken. Ein wirklich interessanter Effekt entsteht übrigens, wenn man über eine lange Belichtungszeit Autos einfangen kann. So bilden sich nämlich lange Lichtspuren ab, die für eine besondere Atmosphäre sorgen.

Bild: Pexels, Photo by Andre Furtado, CC0 Public Domain

Augenhöhe und Motivplatzierung

Viele Anfänger machen oft den Fehler, dass sie Tiere und Kinder aus dem Stand und nicht auf Augenhöhe fotografieren. In den meisten Fällen entsteht jedoch ein viel interessanteres und professionelleres Bild, wenn man nicht von schräg oben fotografiert, sondern sich kniet. Deswegen sieht man auch oft, wie professionelle Fotografen ganz flach auf dem Boden liegen, um eine extrem tiefe Perspektive zu erhalten. Die Ergebnisse, die man damit erzielt, sind es auf jeden Fall wert! Fotos, die auf Augenhöhe entstehen, wirken nämlich viel intensiver und vermitteln dem Betrachter Intimität und Nähe.

Auch die richtige Positionierung von Motiven ist für ein gutes Foto ausschlaggebend. Die meisten Menschen versuchen intuitiv, ihr Motiv in der Mitte des Bildes einzufangen. Dies ist jedoch ein typischer Anfängerfehler. Schon die „Goldene Schnitt“-Regel besagt, dass sich das Hauptmotiv entweder leicht rechts oder links vom Bild befinden sollte. Dies gilt auch für die meisten Porträts. Bei Landschaftsfotos kann man zum Beispiel darauf achten, dass sich der Horizont nicht in der Mitte, sondern im unteren Drittel des Bildes befinden. – VIEL ERFOLG !

wk

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