Im PALMENGARTEN: GERANIEN als Duft- und Heilpflanze – z.B. für „Umckaloabo“, das wie ein „pflanzliches Antibiotikum“ wirkt

11 Jul
2018

Bild: pxhere

Frankfurt am Main – Im beliebten PALMENGARTEN duftet und blüht es überall – so auch „Duft-Geranien“ und „Geranien allgemein“, die sich wohl am besten mit dem Satz „klein, aber fein“ beschreiben lassen, da sowohl Pflanze als auch Blüte nicht besonders groß werden.

Dies mindert jedoch weder die Schönheit der Blüten, die oft mit filigranen Zeichnungen daher- kommen, noch die vielfältige Verwendung als Heil-und Duftpflanze.

Geranien (Pelargonien) stammen ursprünglich aus Afrika. Als sie von dort zum ersten Mal nach Europa importiert wurden, erhielten sie den Namen Geranium in Anlehnung an geranos = Kranich. Der Name bezieht sich auf ihre lange geschnäbelte Frucht, welche stark dem Kopf des Vogels ähnelt.

1789 ordnete der französische Botaniker L´Héritier de Brutelle die Pflanzen der Gattung Pelargonium zu. Die nach wie vor geläufige Bezeichnung der Pflanze als Geranie, kann mitunter zu Verwechslungen führen, da man heute als Geranium den ebenfalls bei uns verbreiteten „Storchenschnabel“ kennt, welcher sich in mehreren Merkmalen von den 250 Pelargonium-Arten unterscheidet.

Pelargonien-Blüten bestehen aus zwei symmetrischen Blütenhälften. Der Sporn ist mit dem Blütenstiel verwachsen. Die Blüten besitzen meist um die zehn Staubblätter, von denen allerdings höchstens sieben fruchtbar sind. Zu den beliebtesten und erfolgreichsten Pelargonien gehören die Zonale-Hybride, da sie durch ihre auffälligen Blüten besonders hervorstechen.

Im Gegensatz zu anderen Geranien Arten zeichnen sich Duft-Geranien durch die Abgabe von intensiven Duftnoten z.B. nach Minze, Schokolade und Zitrone aus. Die große Duftintensität der doch eher kleinen Blätter geht zurück auf verschiedene ätherische Öle, welche die Duft-Geranie beherbergt. Sie finden sich in den gestielten Drüsenhaaren auf den Blättern der Pflanze. Zerreibt man diese in den Händen wird der typische Duft freigesetzt.

Pelargonien (z.B. P. graveolens, P. radens, P. capitatum) sind dadurch Lieferant für das bekannte und beliebte Geraniumöl. Das Öl gewinnt man durch die Wasserdampfdestillation von Blättern, die während der Blütezeit geerntet wurden. Bei der Größe der Blätter ist dies ein recht mühsames Unterfangen, denn für die Gewinnung von 1 Liter Öl werden rund 80kg Blätter benötigt.

Die Duft-Pelargonie ist ein wahrer Tausendsassa: Sieht schön aus, duftet himmlisch und außerdem werden ihr Heilkräfte zugesprochen. Sie wird zu einem Medikament verarbeitet, welches sich unter dem Namen „Umckaloabo“ auch in Deutschland erwerben lässt. Der Extrakt für das Medikament wird aus der verdickten Wurzel von P. reniformeoder P. sidoides gewonnen. Umckaloabo wirkt wie ein „pflanzliches Antibiotikum“ bei akuten und chronischen Infektionen insbesondere der Atemwege und soll zusätzlich das Immunsystem stärken.

www.palmengarten.de

-/gw

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