„Weltblutspendertag“ am 14. Juni … Ein „Akt der Solidarität“ … äußerst wichtig für die Patientenversorgung

13 Jun
2018

Bild: Pixabay

Köln – In Deutschland werden täglich etwa 14.000 Blutspenden benötigt. Doch nur zwei bis drei Prozent der Bevölkerung spenden regelmäßig Blut.

Insbesondere in den Sommer- und Ferienmonaten komme es immer wieder zu Engpässen in der Blutversorgung, bedauert die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI). Die Fachgesellschaft erinnert anlässlich des Weltblutspendertags am 14. Juni 2018 an die Bedeutung der Blutspende für die Patientenversorgung und ruft dazu auf, regelmäßig Blut zu spenden.

An diesem Tag jährt sich der Geburtstag von Nobelpreisträger Karl Landsteiner, dem Entdecker der Blutgruppen, zum 150. Mal. Der Weltblutspendertag wurde erstmals 2004 von der WHO eingeführt, um diejenigen zu ehren, die Blut für andere Mitmenschen spenden.

„Ohne Blutspenden und die regelmäßige Versorgung mit Blutpräparaten würde unser modernes Gesundheitssystem schlichtweg nicht funktionieren“, erklärt Professor Dr. med. Harald Klüter, erster Vorsitzender der DGTI und Transfusionsmediziner an der Universitätsmedizin Mannheim. Die Transfusion von Blut und Blutprodukten zählt zu einer der häufigsten und dank moderner Untersuchungsmethoden auch sehr sicheren Therapiemaßnahmen in der Medizin. Experten vermuten, dass die Zahl der Blutspender in den kommenden 20 Jahren durch den demografischen Wandel sinkt, während gleichzeitig der Bedarf durch den wachsenden Anteil älterer Patienten ansteigt.

Der diesjährige Weltblutspendertag thematisiert Blutspende als einen „Akt der Solidarität“. „Jemand, der sein eigenes Blut anderen, die es dringend benötigen, zur Verfügung stellt, ehrt die gesellschaftlichen Grundwerte Mitmenschlichkeit, Respekt, Empathie und Freundlichkeit“, so Klüter, der auch Institutsdirektor des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg–Hessen ist: „Nur durch die aktive und wiederkehrende Bereitschaft unserer Blutspender können wir Qualität, Sicherheit und die jederzeitige Verfügbarkeit von Blut und Blutprodukten für die Patientenbehandlung gewährleisten“.

Solange es keinen vollwertigen künstlichen Ersatz für Blut gebe, seien Blutpräparate oder andere aus Blutspenden hergestellten Präparate für sämtlicher Bereiche in der Medizin unerlässlich: Von komplexen medizinischen und chirurgischen Eingriffen, über die Intensivmedizin, die Krebsbehandlung bis hin zu großen Unfällen und Katastrophen, bei denen schnell ausreichende Mengen an Blutkonserven zur Verfügung stehen müssen. Zu den aus einer Blutspende gewonnen Präparaten zählen nicht nur die roten Blutkörperchen oder die Blutplättchen, sondern beispielsweise auch Gerinnungsfaktoren oder Impfstoffe gegen eine Tetanusinfektion. Es sei daher in Zeiten knapper Blutspendenvorräte sehr wichtig, Menschen zur Blutspende zu motivieren und ihnen deutlich zu machen, dass jeder durch seinen Beitrag hilft, die Versorgung zu sichern, so der Transfusionsmediziner.

Durch regelmäßiges Blutspenden leisten die Menschen auch einen Beitrag für die eigene Gesundheit. Der Blutspender wird vorher ärztlich untersucht, erhält eine Rückmeldung zu seinem Blutdruck oder seinem roten Blutfarbstoff und das gespendete Blut wird gleichzeitig auf verborgene Krankheitserreger wie Hepatitis oder HIV untersucht. So verdanken nicht nur viele Blutempfänger ihr Leben einem ihnen unbekannt bleibenden Blutspender – manche profitieren auch von der frühzeitigen Erkennung von Krankheiten durch die Tauglichkeitsuntersuchung.  –  https://www.dgti.de

hbh

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