750 km in 4 Tagen von Osnabrück nach London: Extremsportler John McGurk lief für die SOS-Kinderdörfer

7 Jun
2018

Londons Bürgermeister Neil Redcliffe ehrt Jon McGurk: Der Extremsportler ist 750 km in vier Tagen von Osnabrück nach London gelaufen – der Spendenerlös kommt den SOS-Kinderdörfern zugute. – Foto: Michael Helweg/Clean Fotostudio

London – Das große Laufprojekt von John McGurk – 750 km in 4 Tagen von Osnabrück nach London – fand ein gebührendes und emotionales Ende.

  • 750 Kilometer durch 5 Länder: Non-Stop-Lauf durch Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich und England
  • Start: 01. Juni 2018, 09:00 Uhr, am Rathaus Osnabrück
  • Ziel: 04. Juni 2018 (London Bridge)
  • Die Spendenerlöse fließen in Projekte der SOS-Kinderdörfer weltweit in 135 Ländern

John McGurk startete am 01. Juni 2018 in Osnabrück im Beisein von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert seinen 5-Länder-Benefizlauf. An der 750 Kilometer langen Non-Stop-Tortur nahmen auch Läufer des Vereins „Sportler for a children’s world e.V.“ teil. Trotz schlafloser Nächte und totaler Erschöpfung, Wind und Regen sind sie über 5 Länder gelaufen.

Das Ziel blieb aber eins: So viele Spenden wie möglich für die SOS-Kinderdörfer zu sammeln. So konnte das Team gleich nach dem Zieleinlauf an der London Bridge die stolze Summe von über 37.000 Euro an die SOS-Kinderdörfer übergeben.

Für diese besondere Leistung wurden die Läufer persönlich von Londons Bürgermeister Neil Redcliffe im Rathaus empfangen und geehrt. Neil Redcliffe zeigte offen seine Begeisterung: „Ich danke euch für euren Einsatz, Mut und starken Willen. Ihr habt heute die zwei Städte Osnabrück und London in einer besonderen Art und Weise verbunden. Danke, dass ihr für Kinder in Not all die Strapazen in Kauf genommen habt.“

Zeichen für Frieden und gegen Gewalt: Kurz danach legten John McGurk und die Läufer des Vereins „Sportler 4 a Childrens World e.V.“ einen Blumenkranz an der London Bridge nieder, wo ein Attentat am 03. Juni 2017 mehrere Menschenleben gefordert hatte. Die Botschaft war klar: „Wir setzten uns gegen jegliche Form von Gewalt ein!“ John, der als Waisenkind viel Gewalt erfahren musste, setzt all seinen Elan dafür ein, dass anderen Kindern dies erspart bleibt.

McGurk läuft seit 20 Jahren für Aidswaisen in Afrika, für behinderte Kinder in Israel, für sozial schwache Kinder in Warschau. Mit Erfolg: Über eine Million Euro hat der gebürtige Schotte damit bereits gesammelt, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Deutschen Kinderpreis geehrt. Das weltweit größte Laufmagazin „Runner‘s World“ kürte ihn 2013 zum „Charity-Helden 2013„.

Die Hilfsorganisation unterstützt Kinder weltweit, die in extremer Armut oder ohne Eltern aufwachsen müssen. McGurk wurde selbst früh Waise, wuchs in Heimen auf und wurde schwer misshandelt: „Ein Kind ohne Kindheit ist wie ein Regenbogen ohne Farbe. Ich habe es am eigenen Leib erlebt. Es ist grausam und schmerzt ein ganzes Leben lang.“ Er hat sich geschworen, dass er Kindern in Not dieses Schicksal ersparen möchte und setzt all seine Energie dafür ein.

mynewsdesk/wk

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