Kampagne „Kleider machen Leute“ hat sich etabliert … Gutenbergs Erbe mit Fliege und Maßanzug … Ausstellung im Oktober geplant!

16 Mrz
2018

Medienprinter Petros Selpesis stellt nicht nur seinen Beruf vor, sondern auch sich selbst in Pose • Foto: Nikita Kulikov

Frankfurt am Main – Der weitläufig bekannte Spruch „Kleider machen Leute“ spiegelt sich vor allem in Frankfurt, Deutschlands Businessmetropole Nr. 1, tagtäglich wieder. Kaum eine Stadt wird derart von „Nadelstreifen und Krawatten“ geprägt wie die Rhein-Main-Metropole.

Doch das ist nur eine Seite der Stadt. Neben der glamourösen Geschäftswelt gibt es viele Menschen, die z.B. im ‚Maschinenraum‘ arbeiten … oder auch im ‚Blaumann‘ bzw. in der ‚Uniform‘ Tag für Tag dafür sorgen, dass Frankfurt sicher und sauber bleibt. Leider ist die öffentliche Anerkennung dafür oft zu gering. Der Frankfurter Maßkonfektionär und Herrenausstatter Stephan Görner, PR-Fachmann Sven Müller und Fotograf Nikita Kulikov setzen mit der Fotoserie „Kleider machen Leute“ Menschen in Szene, die Berufe ausüben, in denen sie an ihrem Arbeitsplatz typischerweise keinen Anzug tragen – wie zum Beispiel:

Petros Selpesis, gelernter Drucker

Als Johannes Gutenberg im Jahre 1450 den Buchdruck revolutionierte und die Druckerpresse erfand, vereinfachte diese neue Methode vielen Menschen das Abschreiben von Texten mit der Hand. Damals gehörten neben der Verwendung von beweglichen Lettern und eines Handgießinstruments auch die Entwicklung einer besonders praktikablen Legierung aus Zinn, Blei und Antimon und einer ölhaltigen schwarzen Druckfarbe zu Gutenbergs Buchdruckkunst.

Heutzutage ist der Vorgang des Druckens wesentlich technischer, weiß Petros Selpesis, gelernter Drucker bei der Frankfurter Societäts-Druckerei. Er ist dafür zuständig, dass die Zeitungen, wie die Frankfurter Neue Presse mit allen Unterausgaben, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, BILD Frankfurt, Die Zeit oder Mix am Mittwoch, frisch und pünktlich aus der Druckpresse kommen und den Lesern zum Frühstück vorliegen.

„Die Zeitungen werden im Rollen-Offset, mittels Flachdruckverfahren hergestellt“, erklärt der gebürtige Grieche: „Dazu erhalten wir digital fertige Dateien vom Verlag oder den Redaktionen. Diese Dateien werden nun mit Hilfe einer Software in die im Druck verwendeten Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz separiert. Anschließend werden die separierten Farbauszüge auf je einer Aluminiumdruckplatte belichtet. So entstehen vier belichtete Druckplatten für eine vollfarbige Zeitungsseite, die dann in den gewünschten Farben gedruckt werden kann.“ In der Frankfurter Neue Presse hat Selpesis schon viel über die Kampagne „Kleider machen Leute“ gelesen und sagte sofort zu, als die Anfrage der Redaktion für die Umsetzung eines neuen Motives mit einem Drucker kam.

Die Kampagne „Kleider machen Leute“ hat sich in der Mainmetropole etabliert und wird bereits im vierten Jahr umgesetzt. Seit 2015 werden jährlich zwölf Menschen mit außergewöhnlichen Berufen in Maßanzügen fotografiert. Anerkennung, Wertschätzung und Respekt gegenüber diesen Frauen und Männern sind die Botschaft, die die Initiatoren Stephan Görner und Sven Müller damit erreichen wollen. „Jeden Monat wird ein neues Motiv einer anderen Berufsgruppe publiziert und der Öffentlichkeit vorgestellt“ so Sven Müller.

Beim Fotoshooting im Atelier von Frankfurts bekanntem Fotografen Nikita Kulikov tauschte Selpesis seine Arbeitskleidung in einen dunkelblauen Maßanzug mit weißen Blockstreifen und dazu ein weißes Maßhemd mit passender Schleife. Dieses Outfit von Maßschneider Stephan Görner darf er als Lohn für die getane Arbeit behalten. Privat trägt der Vater von drei Kindern, der Fan von Borussia Mönchengladbach ist, nämlich gern zu besonderen Anlässen, oder schönen Veranstaltungen, schöne Anzüge.

Eine Ausstellung ist für Oktober 2018 in „MyZeil„, Frankfurt, geplant!

www.kleider-machen-leute.net

-/gw

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