Große Ausstellung in den „Kameliendörfern“ der Provinz Lucca in Italien … über 1.000 verschiedene Kameliensorten!

12 Mrz
2018

Bild: Pixabay

Lucca (Italien) – Zur Zeit der Kamelienblüte findet im März bereits zum 29. Mal in den Hügeln Luccas eine große Ausstellung rund um die farbenprächtige Zierpflanze statt, die Mostra Antiche Camelie della Lucchesia.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die an den Wochenenden 17.-18. März, 24.-25. März sowie 31. März und 1.-2. April 2018 abgehalten wird, stehen die Orte S. Andrea und Pieve di Compito im Hügelland Luccas, die auch als „Borghi delle Camelie“ (Kameliendörfer) bezeichnet werden. Zahlreiche Villen und Gärten öffnen anlässlich der Initiative ihre Tore und laden Besucher zur Entdeckung des Kamelienbaumes, dessen Blütenpracht auch auf speziellen Wandertouren durch das reizvolle Gebiet bewundert werden kann.

Weitere eindrucksvolle Schauplätze der Veranstaltung sind das Camellietum, ein botanischer Garten in Sant’Andrea mit über 1.000 verschiedenen Kameliensorten sowie die Parkanlage der Villa Reale in der nahegelegenen Gemeinde Marlia mit ihren vielfältigen Kamelienalleen und Themengärten.

Auf dem abwechslungsreichen Rahmenprogramm stehen zudem Workshops, Konzerte, Degustationen sowie thematische Ausstellungen.  –  www.camelielucchesia.it

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT/gw

In Ostasien ist die Chinesische Kamelie (Camellia sinensis) eine Jahrtausende alte Kulturpflanze – schon seit über 4000 Jahren werden aus ihren Blättern der Grüne und der fermentierte Schwarze Tee gewonnen. Die bekannteste Kamelien-Wildart ist die Japanische Kamelie (Camellia japonica). Sie wurde 1735 vom schwedischen Pflanzenforscher Carl von Linné entdeckt und nach Georg Joseph Kamel benannt, einem mährisch-österreichischen Jesuitenpater und Naturkundler, der erstmals die Pflanzenwelt der Philippinen beschrieb.

Die ersten Kamelien gelangten vermutlich im 16. Jahrhundert nach Europa – kurioserweise vor allem durch das Bemühen der europäischen Staaten, die kostbaren Teepflanzen zu importieren. In China wurden oft die optisch sehr ähnlichen Zier-Kamelien als Tee-Kamelien deklariert, weil das Land sein damaliges Monopol im Tee-Anbau schützen wollte. Das führte dazu, dass die Kamelie schon Mitte des 18. Jahrhunderts in England eine sehr beliebte Gartenpflanze war, der Tee aber immer noch aus Ostasien bezogen wurde.

-/gw

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