UNSERE BROTKULTUR: Das „Adenauer-Brot“ bewahrte schon während des Ersten Weltkriegs vor Hunger! – 3sat-Dokumentation am 14.02.2018

12 Feb
2018

Bild: 3sat

Mainz – Erstausstrahlung: „Wie gesund ist unser Brot?“ – fragt Filmautorin Anita Lackenberger in ihrer 3sat-Dokumentation und stellt Alternativen zu industriell hergestelltem Brot vor … am Mittwoch, 14. Februar 2018, 20:15 Uhr.

Auch geht es um alte Rezepte und traditionelle Zutaten – und unter anderem stellt der Film das „Adenauer-Brot“ vor, das es in Rhöndorf am Rhein gibt. Für das Brot wird neben Kleie, Gersten- und Reismehl auch Maisgries verarbeitet. Konrad Adenauer hatte es während des Ersten Weltkriegs entwickelt, um Kölner vor Hunger zu bewahren.

Heute profitieren Allergiker und Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit davon, denn immer mehr Menschen leiden an Weizen- und Glutenunverträglichkeit. Lange galt das Weizeneiweiß als Ursache dieses Übels – glutenfreie Produkte fehlen heute in keinem Supermarkt. Nun aber erhärtet sich der Verdacht, dass nicht der Weizen, sondern die Verarbeitung das Brot zum potenziell problematischen Lebensmittel macht.

Bei der industriellen Produktion hat Brot schlicht zu wenig Zeit, um zu reifen. Darauf reagieren immer mehr Bäckereien und setzen auf alte Herstellungsweisen und Zutaten wie Champagnerroggen, Emmer oder Chiasamen, die sie zum Teil selbst anbauen und mahlen.

3sat – das Programm von ZDF, ORF, SRG und ARD  –  www.3sat.de

ots/gw

Anmerkung:

Als Erster Beigeordneter der Stadt Köln war Konrad Adenauer im 1. Weltkrieg für die Versorgung der Kölner mit Lebensmitteln verantwortlich. Und Brot war damals knapp. Daher entwickelte Adenauer zusammen mit Kölner Bäckern ein Brot auf Maismehl-Basis, das sättigt und aus Rohstoffen hergestellt wird, die zur damaligen Zeit nicht knapp oder rationiert waren. Am 02. Mai 1915 bekam Adenauer vom Kaiserlichen Patentamt das Patent auf das vom ihm entwickelte „Verfahren zur Herstellung eines dem rheinischen Roggenschwarzbrot ähnelnden Schrotbrotes“.

Die ‚Deutsche Brotkultur‘ wurde im Dezember 2014 von der Kultusministerkonferenz als eine von 27 Kulturformen in das ‚Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes‘  aufgenommen.

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