„Einen Menschen wissen, der dich ganz versteht, der in Bitternissen immer zu dir steht, …

13 Jun
2017
Marie Freifrau Ebner von Eschenbach,

Marie Freifrau Ebner von Eschenbach • Bild: Karl von Blaas [Public domain], via Wikimedia Commons

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… der auch deine Schwächen liebt
weil du bist sein;
dann mag alles brechen
du bist nie allein.“

Diese wunderbaren Worte stammen von Marie Freifrau Ebner von Eschenbach (* 13. September 1830 auf Schloss Zdislawitz bei Kremsier in Mähren; † 12. März 1916 in Wien). Sie war eine mährisch-österreichische Schriftstellerin und gilt mit ihren psychologischen Erzählungen als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts.

1856 zog sie dauerhaft nach Wien, wo sie 1879 eine Uhrmacher-Ausbildung absolvierte, was für eine Frau damals ungewöhnlich war. Sie sammelte Formuhren; die Sammlung befindet sich im Uhrenmuseum in Wien. Im Laufe der Zeit wandte sie sich ganz der Literatur zu – schrieb Dramen (Gesellschaftsstücke und Lustspiele), inspiriert von Friedrich von Schiller

Mit Werken wie den ‚Aphorismen‘ (1880) und ‚Dorf- und Schlossgeschichten‘ gelang ihr schließlich der Durchbruch. Letztgenannte enthalten ihre bekannteste Novelle „Krambambuli“. Sie konzentrierte sich nun auf ihre erzählerischen Dichtungen, in denen man wichtige Elemente ihres sozialen Denkens und ihres politischen Bewusstseins findet.

1887 erschien ihr Roman „Das Gemeindekind“, der bis heute eine große Bedeutung in der Literatur hat. Der Ruhm von Marie Ebner von Eschenbach nahm im Laufe der Zeit so sehr zu, dass in Österreich und Deutschland sogar ihr 70. und 80. Geburtstag gründlich gefeiert wurden.

Ihr ganzes Leben lang kämpfte sie gegen die etablierten Gedanken ihrer Zeit. Sie schrieb nicht etwa, um den Familienunterhalt zu finanzieren, sondern vielmehr mit der Inspiration und Überzeugung, ihre Schriften könnten die Gedanken ihrer Zeit verändern. Ihre Absicht war, Sittlichkeit und Humanismus zu vermitteln. …

Ab 1890 fand Marie Ebner von Eschenbach mit ihren dialogischen Novellen ihren dramatischen Schreibstil. Mit ihren Werken „Ohne Liebe“ (1888) und „Am Ende“ (1895) erzielte sie in Berlin auf der Freien Bühne große Erfolge. 1898 wurde sie mit dem höchsten zivilen Orden Österreichs, dem Ehrenkreuz für Kunst und Literatur, ausgezeichnet. 1900 erhielt sie den ersten weiblichen Ehrendoktor der Universität Wien. 16 Jahre später verstarb sie im Alter von 85 Jahren in ihrer Wohnung in Wien, Spiegelgasse 1. – (Wikipedia)

gw

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