Stadtgeschichtliche Vortragsreihe „Mäzene, Stifter, Stadtkultur“: »Die Frankfurter Skyline – Ursprung, Bedeutung, Ästhetik«

20 Sep
2015
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Altstadtvision in neuer Sachlichkeit – Karikatur von Karl Friedrich Brust • Bild: Freunde Frankfurts e.V.

Frankfurt am Main – Gemeinsam mit den Freunden Frankfurts e.V. setzt die Frankfurter Bürgerstiftung am Mittwoch, 23. September, ihre stadtgeschichtliche Vortragsreihe „Mäzene, Stifter, Stadtkultur“ fort … mit einem interessanten Vortrag von Prof. Dr. Marianne Rodenstein: »Die Frankfurter Skyline – Ursprung, Bedeutung, Ästhetik«

Frankfurt war die einzige Stadt in Deutschland, die nach dem Zweiten Weltkrieg Sondergenehmigungen für Hochhäuser vergab, um die Wirtschaft zu fördern. In mehreren Schüben entstand allmählich das von außerhalb der Stadt erkennbare Bild einer Skyline. Aus soziologischer Sicht ist diese Skyline ein gesellschaftliches Produkt. Nicht nur Investoren, Politiker, Ingenieure und Architekten, sondern auch Bürgerinnen und Bürger arbeiteten direkt oder indirekt an der Skyline mit.

Um 1990 wird die Skyline selbst als „Markenzeichen“ der Stadt propagiert, mit dem auf dem globalen anlagesuchenden Kapitalmarkt für einen ökonomisch erfolgreichen Standort geworben werden kann. Grundsätzlicher betrachtet spiegelt die Skyline die Eigenart Frankfurts wider.

Nicht nur die Bankenkrise sondern auch die gesellschaftliche Hinwendung zur Geschichte werfen neue Fragen ökonomischer und ästhetischer Art auf. Wird das Wachstum der Skyline weitergehen? Welche Rolle spielen Wohnhochhäuser dabei? Soll die Skyline zu einem Skywall werden und sich die Abwertung historischer Bauten durch die Dominanz der Hochhäuser fortsetzen?

Die Soziologin und Stadtforscherin Marianne Rodenstein war Professorin für Stadt-, Regional- und Gemeindeforschung an der Frankfurter Goethe-Universität. Sie ist Herausgeberin der Publikation „Hochhäuser in Deutschland“ und hat zahlreiche Aufsätze zu diesem Thema veröffentlicht – zuletzt 2014 für den Katalog zur Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums „Hochhausstadt Frankfurt“.

Eine Veranstaltung der Freunde Frankfurts e.V. in Kooperation mit der Frankfurter Bürgerstiftung: Vortrag von Prof. Dr. Marianne Rodenstein am Mittwoch, 23. September, 19:30 Uhr, Holzhausenschlösschen – Grunelius-Saal – Justinianstraße 5, 60322 Frankfurt – Eintritt frei  –  www.frankfurter-buergerstiftung.de

Die Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen wurde am 15. Februar 1989 errichtet. Sie verfolgt die Förderung und Durchführung von jährlich knapp 300 kulturellen Veranstaltungen (Vorträge, Lesungen, Ausstellungen, Konzerte, Kinderveranstaltungen), die Erforschung der Geschichte der Stadt Frankfurt am Main, die Vergabe von entsprechenden Forschungsaufträgen, regelmäßige Publikationen und die Arbeit im Frankfurter Denkmalschutz. 2013 wurde die Satzung um die Zwecke Soziales und Umwelt erweitert.

gw

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