IFB-Stiftung: „Sonne“ für Menschen mit Behinderung in Südafrika … mit Know-how aus Deutschland

13 Jul
2014
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Architekt Marcus Sommer (3. v. r.) erläutert ‚Löwenmut-Team‘ – mit IFB-Chef Wolfgang Groh (4. v. r.) und südafrikanischen Unternehmen das Konzept des Neubaus „Sonne“ … Foto: IFB-Stiftung

Wiesbaden/Klipriver (Südafrika) – Deutsches Leuchtturmprojekt in Afrika: Kinderhospiz wird erweitert … Behörden geben grünes Licht für Neubau / Initiative „Löwenmut“ baut „Sonne“ für Menschen mit Behinderung … Know-how aus Deutschland hilft einheimischen Projekten!

Seit 2012 verbessert die Wiesbadener IFB-Stiftung*) mit ihrer Initiative ‚Löwenmut‘ die Lebensbedingungen von Kindern mit Behinderung und sterbenden Kindern in Südafrika. Das staatlich anerkannte Kinderhospiz Löwenmut nahe Johannesburg gilt als Leuchtturmprojekt in Afrika. Es bietet heute Platz für 21 Kinder bis 18 Jahren. Um auch Jugendlichen und Erwachsenen mit Beeinträchtigung bei der Bewältigung ihres Lebensalltags zu helfen und ein würdiges Sterben zu ermöglichen, ist eine Erweiterung der Einrichtung notwendig. Im Juni haben die südafrikanischen Behörden nun grünes Licht gegeben, der Startschuss für den Neubau einer „Sonne“ für Afrika soll im Oktober 2014 fallen.

Mit dem neuen Gebäudekomplex wird ‚Löwenmut‘ zukünftig über 40 Kinder und rund 20 Jugendliche und Erwachsene stationär betreuen können. Außerdem wird eine Frühberatungs- und Frühförderstelle angeschlossen sein, die Familien in ihrem Zuhause in den Townships unterstützen wird. Auch einen familienentlastenden Dienst, der ambulant Kinder mit Behinderung betreut, soll es geben.

Entworfen hat den Neubau der Architekt Marcus Sommer, der ehrenamtlich für die IFB-Stiftung arbeitet. „Der Gebäudekomplex mit einem Rundbau in der Mitte und fünf strahlenförmig davon abgehenden Längsgebäudeteilen symbolisiert die Sonne Afrikas“, erläutert Sommer. Afrikanische und deutsche Firmen unterstützen das Neubauprojekt mit Know-how und Material. „Was uns derzeit noch fehlt, ist ein Logistikdienstleister, der uns hilft, das gespendete Material von Deutschland nach Afrika zu transportieren“, sagt Sommer.

Bereits heute gibt es auf dem Grundstück neben dem Kinderhospiz einen inklusiven Agrarbetrieb mit Gemüse- und Obstanbau und einer Farm. Beides dient nicht nur der Versorgung der Einrichtung. Der Betrieb ist auch ein Beispiel dafür, wie Menschen mit Behinderung ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können. … 

„Auch aus anderen Regionen kommen staatliche Institutionen und Unternehmen auf uns zu, besuchen unser Hospiz und sind ergriffen von den Möglichkeiten, die es bereits heute in der Behindertenarbeit gibt und was Behindertenarbeit bewirken kann„, betont Wolfgang Groh, geschäftsführender Vorsitzender der IFB-Stiftung und Gründer von ‚Löwenmut‘.

Unternehmen oder Privatpersonen, die ‚Löwenmut‘ mit Zeit-, Sach- oder Geldspenden unterstützen möchte, finden unter www.ifb-loewenmut.de weitere Informationen oder wenden sich bitte an Kristina Kohlhöfer, Telefon: 0611-40809943, E-Mail: kristina.kohlhoefer@ifb-stiftung.de

Löwenmut-Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE68 5502 0500 0000 0040 00, BIC: BFSWDE33MNZ oder Online-Spende unter http://www.ifb-stiftung.de/Geld_spenden

Hintergrund:

Seit 1959 ist es das Ziel der gemeinnützigen Organisation *) IFB Inklusion durch Förderung und Betreuung e.V., die Lebensbedingungen von Menschen mit besonderen Bedürfnissen in jeder Lebensphase zu verbessern. „So viel Selbstbestimmung wie möglich, so viel Betreuung wie nötig“, so der Leitgedanke der Organisation, die Menschen im Alter von null bis 100 unterstützt. Ursprünglich als private Elterninitiative in Wiesbaden gegründet, begleitet, unterstützt und fördert die Organisation IFB heute rund 1.500 Betroffene und ihre Angehörigen.

IFB: Känguru – Zuhause – JOB – Rhinos – Hospizium – Löwenmut – Ehrenamt

In insgesamt sieben Bereiche gliedern sich die unterschiedlichen Leistungen – je nach Lebensphase und Alter der Klientinnen und Klienten: „Känguru“ setzt bei der Frühförderung von Kindern an und unterstützt Familien, in denen ein Kind oder Jugendlicher mit Handicap lebt. Bei „Zuhause“ werden Menschen mit Behinderung betreut, die in den eigenen vier Wänden bzw. von ihren Eltern oder Angehörigen unabhängig und selbstbestimmt leben möchten, aber auf Pflege und/oder Betreuung angewiesen sind. Die Gemeinnützige JOB GmbH gibt Menschen mit Handicap eine berufliche Perspektive und der Sportbereich „Rhinos“ tut dies in sportlicher Hinsicht. In der letzten Lebensphase steht „Hospizium“ mit den Bereichen ADVENA und „Das Hospiz für junge Menschen“ Betroffenen und Angehörigen zur Seite. „Löwenmut“ fasst die IFB-Leistungen außerhalb Deutschlands zusammen – aktuell fokussieren sich die Aktivitäten auf das Kinderhospiz Löwenmut in Klipriver nahe Johannesburg (Südafrika). Alle Bereiche werden von „Ehrenamt“ unterstützt – aktuell sind etwa 250 Freiwillige für die oben genannten IFB-Töchter und Engagements tätig.

Die Organisation IFB beschäftigt über 800 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 40 Einrichtungen in Wiesbaden und Umgebung, im Rheingau-Taunus-Kreis, im Main-Taunus-Kreis, im Landkreis Limburg-Weilburg, in Leipzig und in Klipriver (Südafrika). Sie ist weltanschaulich, unabhängig und gemeinnützig. Geleitet wird sie von Wolfgang Groh. –  www.ifb-stiftung.de  –  Facebook: https://www.facebook.com/pages/IFB-Stiftung/213314848714181  –  Google+: https://plus.google.com/u/0/b/101564537859988681010/101564537859988681010/posts/p/pub  –  Twitter: @IFBeV

Quelle: IFB Inklusion durch Förderung und Betreuung e.V./-gw

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