Fangen, Klettern, Toben – So werden auf Spielplätzen Gefahrenquellen vermieden

27 Mrz
2013

Bild: mueritz

München (ots) – Kleine und große Kinder erleben jeden Tag auf dem Spielplatz viel Lebensfreude, wenn die Spielplätze auch wirklich bespielbar sind und nicht irgendwo eine Verletzungsgefahr lauert. Franz Danner, Ingenieur und Spielplatzexperte von TÜV SÜD erklärt, worauf Eltern achten sollten:

Eltern können natürlich nur die offensichtlichen Dinge erkennen, d.h. wenn Teile fehlen, Nägel herausschauen, Bretter gebrochen sind, wenn sehr viel Schmutz auf dem Spielplatz liegt, Glasscherben dort liegen. Das ist eigentlich immer ein Zeichen, dass hier mit der Pflege es etwas hapert.

Was ist zu tun, wenn man Mängel entdeckt?

Man kann dann natürlich, oder man muss dann natürlich den Betreiber informieren, d.h. der Betreiber ist ja für die Pflege verantwortlich. Viele öffentliche Betreiber haben Schilder auf dem Spielplatz, wo Telefonnummern angebracht sind, wer für den Spielplatz zuständig ist. Bei privaten Spielplätzen muss man den Hauseigentümer kontaktieren und ihn auf den Missstand hinweisen.

Nun sind manche Eltern genervt, dass es Spielgeräte gibt, die für die Kleinen nicht erreichbar sind. Heißt das: nicht nachgedacht oder ist es sinnvoll?

Spielgeräte sind so konzipiert, dass sie Zugangsfilter herstellen. Wenn Eltern aber diese Zugangsbarrieren überwinden, in dem sie Kinder hochheben, dann setzen sie Kindern eigentlich Gefahren aus, die die noch nicht in der Lage sind, die zu erkennen oder auch zu meistern. Und dann bestehen zum Beispiel Absturzgefahren aus größeren Höhen.

Auf alle Fälle sollten Helme auf dem Spielplatz abgenommen werden und Kordeln der Kleidung entfernt werden – im schlimmsten Fall können sich die Kleinen damit nämlich strangulieren. Und wenn wir dann noch alle dazu beitragen, dass die Spielplätze sauber bleiben und die Sonne es wieder gut mit uns meint, steht dem Spielplatzspaß nichts mehr im Wege, meint TÜV SÜD.

Quelle: TÜV Süd/ots/wk

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