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Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit ist letze Woche das neue Besucher- und Informationszentrum der Grube Messel eröffnet worden. Der Generalsekretär der Deutschen Unesco-Kommission, Roland Bernecker, betonte, von keiner anderen Fundstätte der Erde sei eine derart vielfältige und fantastisch erhaltene Säugetierfauna bekannt. Dies in dem neuen Besucherzentrum anschaulich zu präsentieren, sei “ein bedeutender Beitrag zur Wahrung von Zeugnissen der Erd- und Menschheitsgeschichte”. Die archäologische Ausgrabungsstelle bei Darmstadt war 1995 als erste Weltnaturerbestätte in Deutschland in die Unesco-Liste aufgenommen worden.

Was Pompeji für die Archäologie, bedeutet Messel für die Paläontologie. Hier stieß durch Zufall ein Naturforscher Ende letzten Jahrhunderts auf die Knochenabdrücke eines Krokodils, worauf die Fachleute hellhörig wurden.

Vor 49 Millionen Jahren war die Ölschiefergrube ein blühender Lebensraum, ein See, gelegen in einem tropischen Regenwald. Das Gebiet lag vor der Kontinentalverschiebung noch auf der Höhe des heutigen Siziliens, also näher am Äquator. Doch die klimatischen Bedingungen veränderten sich, und was auf den Boden des Sees sank, wurde zu Stein.

Nirgendwo gibt es so viele Fossilien auf so engem Raum, und kaum irgendwo sind sie so gut erhalten wie hier. Einer der berühmtesten Funde ist das “Urpferd”, ein Vorfahre unseres heutigen Pferdes.

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Peking/Shanghai  - Der 23-jährige Klavierspieler Liu Wei, der als Kind bei einem Unfall beide Arme verlor, ist inzwischen nicht nur in China ein Star!  Wenn er sich an die Tasten setzt, lockert der sympathische Pianist nicht die Finger – er zieht seine Socken aus.

Liu Wei trat bei “China’s Got Talent” auf, der chinesischen Variante des Wettbewerbs, der in Großbritannien Paul Potts und Susan Boyle berühmt machte. Mit “Mariage D’amour” von Richard Clayderman rührte er viele Zuschauer zu Tränen und riss sie zum Applaus von den Stühlen … auch ein Jury-Mitglied brachte er in der Talentshow zum Weinen.

Auf einem hohen Hocker sitzend, streift er die Schuhe und die rechte Socke ab, stützt die Fersen auf einer samtbezogenen Ablage ab und spielt – makellos!

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Projekte locken Nutzer sozialer Netzwerke mit Speisen und Reisen

Twitterer können sich nun auch im realen Leben kennenlernen. Möglich ist das bei diversen sogenannten “Twittagessen” http://twittagessen.de oder dem Projekt Twistanbul. Die Anonymität des sozialen Netzwerks scheint allmählich ihren Reiz zu verlieren.

Twittagessen wurde von Roman Zenner und Christoph Zillgens ins Leben gerufen. “Es müsste doch eine Möglichkeit geben, Leute ausfindig zu machen, die wie wir mal aus dem einsamen Büro raus wollen, um ein bisschen mit anderen zu reden“, beschreibt Zillgens den Grundgedanken zur Entwicklung des Treffens.

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Joanne K. Rowling

Mit diesen 10 Millionen Pfund (umgerechnet ca. 12,2 Millionen Euro) soll eine Forschungsklinik im schottischen Edinburgh gebaut werden. Die Klinik soll ein weltweites Zentrum zur Erforschung der bisher unheilbaren und in ihrer Entstehung weitgehend ungeklärten Nervenerkrankung Multiple Sklerose werden.

Die Klinik wird den Namen von Joanne K. Rowlings Mutter Anne tragen, die im Alter von 45 Jahren an Multipler Sklerose starb. Sie wird an die Universität Edinburgh angegliedert und soll schon in einem Jahr arbeitsfähig sein. Die Universität teilte mit, Rowlings Spende sei die größte, die sie jemals erhalten habe. Neben Multiple Sklerose sollen in der Klinik auch Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson erforscht werden.

„Ich habe die Forschung und die Behandlung von Multipler Sklerose seit vielen Jahren unterstützt … aber dieses Projekt ist aufregender und innovativer und vermutlich beim Erforschen der Krankheit auch erfolgreicher als alles, was ich bisher gesehen oder gelesen habe“, betonte die erfolgreiche Schriftstellerin.

Joanne K. Rowling hatte 2007 in Edinburgh ihren siebten und letzten „Harry Potter“-Roman vollendet. Sie gilt als eine der reichsten Frauen Großbritanniens, nachdem mehrere hundert Millionen ihrer Bücher verkauft wurden und sie kräftig an den Filmrechten verdient hatte. Ihr Vermögen wird auf eine Milliarde US-Dollar (rund 800 Millionen Euro) geschätzt. Die 45-Jährige hatte sich bereits häufiger als großzügige Spenderin für die Belange Multiple-Sklerose-Kranker hervorgetan.

Joanne K. Rowlings Mutter erlebte den gewaltigen Erfolg ihrer Tochter mit den Harry-Potter-Büchern leider nicht mehr. Der Tod ihrer Mutter habe eines der zentralen Themen der Buchserie beeinflußt, betont die Autorin:  Ein Kind muß mit Verlust umgehen.     –     dpa/bunte/gw

Prinzessin Sonnenschein, Foto: Eva Kaufmann

Wien – Olbrich-Großnichte gastiert mit “Es war einmal…” im Leopold Museum – Eröffnung des LEO KidsClub

Anlässlich der großen Jugendstilausstellung des Leopold Museum “Jugendstil und Secession. Joseph Maria Olbrich” zeigt das HE-LO Puppentheater im September ein bezauberndes Puppenstück für Jung und Alt. Vorlage für die spannende, lustige und ein bisschen traurige Geschichte einer kleinen Prinzessin ist das von Joseph Maria Olbrich (1867-1908) illustrierte Kinderbuch “Es war einmal”

Prinzessinnenhaus im Park von Schloss Wolfsgarten In Langen

Prinzessinnenhaus im Park von Schloss Wolfsgarten in Langen

“Es war einmal…” heißt auch das im Wiener Leopold Museum gezeigte Märchen. Es erzählt die Geschichte von Prinzessin Elisabeth, der Tochter von Ernst Ludwig, Großherzog von Hessen-Darmstadt. Für Sie hatte Joseph Maria Olbrich 1902 ein eigenes begehbares Jugendstil- Puppenhaus (Prinzessinnenhaus in Prinzessinnenhaus) geschaffen.

Ernst Ludwigs Schwester Alix war mit dem letzten russischen Zaren, Nikolaus II. verheiratet. Bei einem Aufenthalt bei den Verwandten in Russland starb Prinzessin Elisabeth mit nur 8 Jahren an einem Fieber. 1904 erschien in Memoriam “Es war einmal…”, ein bezauberndes Kinderbuch zur Erinnerung an die kleine Elisabeth. Verfasst wurde es von Georgina Freiin von Rotsmann, Elisabeths Erzieherin, Olbrich schuf dazu wunderbare Illustrationen. Weiter lesen »

Weltweite Vergleichsstudie findet genetischen Risikofaktor auf Chromosom 8

Eine bestimmte Erbanlage ist möglicherweise ein Risikofaktor für chronische Kopfschmerzattacken. Ein internationales Forscherteam hat genetische Daten von mehr als 50.000 Personen analysiert und dabei einen Abschnitt im Erbgut entdeckt, der statistisch mit einer erhöhten Neigung zu Migräne in Zusammenhang steht.

Diese Erbinformation ist offenbar an der Glutamatregulation im Gehirn beteiligt. Dieser Botenstoff kann den Forschern zufolge bei zu hoher Konzentration Migräneanfälle auslösen. Die Erkenntnisse könnten dazu beitragen, Therapien gegen Migräneattacken zu entwickeln, schreiben die Wissenschaftler um Verneri Anttila von der Universität Helsinki im Fachmagazin «Nature Genetics» (Online-Vorabveröffentlichung, doi: 10.1038/ng.652).

Rund acht Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Migräne. Europaweit sind etwa 8 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen von dieser Erkrankung des Nervensystems betroffen. Sie beginnt oft bereits während der Pubertät, zu den typischen Kopfschmerz-Attacken kommt es jedoch meist erst im Erwachsenenalter. Eine Migräneattacke ist durch einen halbseitig auftretenden, pulsierenden Kopfschmerz gekennzeichnet. Oft begleiten Symptome wie Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- oder Geräuschempfindlichkeit einen Migräneanfall.

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Ungezählte Live-Konzerte in großen und kleinen Hallen, auf Musikfestivals, sowie hunderte von Fernseh- und Radioauftritten weltweit verhalfen ihnen über die letzten zwei Jahrzehnte zu Kultstatus und einer riesigen Fangemeinde. Nicht zu vergessen das Internet welches ihrer Popularität in den letzten Jahren zusätzlichen Schub verpasste.

Das Projekt “UOGB ” war ursprünglich nur als einmaliger Spaß konzipiert. 1985 hatte das Ukulele Orchestra seinen ersten Auftritt im Londoner Roebuck Pub, nur ein paar Anzeigen in Lokalblättern und etwas Mundpropaganda sorgten überraschenderweise schon für ein ausverkauftes Haus. Nach nur zwei weiteren Auftritten folgte die erste Einladung zum BBC Radio1 und schon kurz danach der erste Auftritt bei einem großen Musikfestival, dem WOMAD.

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Schulklassen erobern “LUCAS”

Frankfurt am Main  – Die Nachfrage für das 33. Internationale Kinderfilmfestival  “LUCAS” ist riesig:  Zehn Tage vor Festivalbeginn verzeichnet das Deutsche Filminstitut (DIF) bereits mehr als 3.000 Anmeldungen von Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrerinnen und Lehrern. “Vor allem Schulklassen aus Frankfurt und Umgebung nutzen die Möglichkeit, ihren Besuch vorher anzumelden und profitieren von unseren Angeboten. Kartenvorbestellungen sind vor und während des Festivals möglich”, so Festivalleiterin Petra Kappler. Für die Eröffnung am Sonntag, 5. September, 14:00 Uhr, im CineStar Metropolis, das wegen der baubedingten Schließung des Deutschen Filmmuseums in diesem Jahr als Festivalkino und -zentrum dient, werden auf vielfachen Wunsch Eintrittskarten auch an der Tageskasse erhältlich sein.

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Vietnamesische Werkstatt.  Foto: Sam Urban

Vietnamesische Werkstatt

Vietnam wird aus deutscher Sicht noch immer fast ausschließlich mit dem Krieg assoziiert. In Vietnam selbst – so scheint es – interessiert sich keiner mehr dafür. Dass der Krieg tatsächlich bereits über 35 Jahre vorbei ist und das grüne Land inzwischen blüht und gedeiht, wird bei uns oft übersehen. Bereits aus dem Flugzeug von Bangkok kommend, fällt auf, dass abrupt ab der Grenze Kambodscha – Vietnam die Landschaft plötzlich vom tristen Grau ins tiefe Grün wechselt.

Die Öffnung hin zur Privatwirtschaft und der Beitritt in die WTO haben dem Land einen unglaublichen Aufschwung beschert. Es grenzt schon an ein Wirtschaftswunder.

Essen auf Plastikstühlchen

Das fleißige Volk nimmt jede Gelegenheit wahr, um intern und im Export am Wirtschaftskreislauf teilnehmen zu können. Vietnam exportiert nicht nur Kleidung, Schuhe, Seefrüchte, Kaffee und Reis, es wagt allmählich den Sprung, Industrienation zu werden. Im Lande selbst könne man schier nostalgisch werden. Wo man hinsieht reiht sich ein „Tante-Emma-Laden“ an den nächsten. Typisch sind die garagenähnlichen Öffnungen in allen Häusern zu jeder Straße hin, in denen Handel und Wandel, Dienstleistung und Produktion betrieben werden. Wer aber im Hinterhaus wohnt und nicht genügend Geld für so eine „Garage“ aufbringen kann, baut sich einen kleinen Verkaufswagen mit Rollen darunter und stellt sich mit den für unsere Verhältnisse viel zu kleinen Plastikstühlchen und Plastiktischchen an den Straßenrand, um in aller Regel landesübliche Speisen und Getränke anzubieten.

Obstverkäufer

Wer auch hierfür nicht das Geld hat, lädt sich den Kram auf sein Fahrrad oder schleppt es an einer Stange über der Schulter durch die Straßen, immer auf der Suche nach Kundschaft. Genau das sind die vietnamesischen „Ich-AGs“, die funktionieren.

Ich-AG-mit-Luftpumpe

Wer beispielsweise stolzer Besitzer eines Motorrades, einer Luftpumpe oder einer Personenwaage ist, stellt sich an den Straßenrand und bietet seinen Service an. „Sir, moteby?“ beispielsweise soll heißen: Darf ich mit meinem Motorrad Ihr Taxifahrer sein. Oft, wenn man nicht reagiert folgt die nächste Frage: „Sir, massa? Good massa!“ Man muss sich halt daran gewöhnen, dass die Wortendungen regelmäßig verschluckt werden. Während also die Motorradtaxisfahrer beim Englischreden nicht unnötig Luft verlieren, kann es passieren, dass bei den schlechten Straßen schon mal Luft aus den Reifen entweicht.  Hier schließt sich der kleine Wirtschaftskreislauf schnell, wenn sie an einer privaten Luftpumpe Halt machen. Selbst die Personenwaage mit selbstgebauten Rädern darunter, damit man mit ihr besser – immer auf Kundensuche – durch die Straßen kommt. Für 5.000 Vietnam Dong, umgerechnet in Euro ca. 2 Cent trägt die Waage zum Familieneinkommen bei, da man ab 10.000 Dong bereits an der Straße eine nahrhafte Nudelsuppe erhält. So trifft man allenthalben zufriedene, positive  Menschen, die sich nicht in ihr Schicksal fügen und Trübsal blasen, sondern aktiv und fleißig an ihrer eigenen und der Zukunft des Landes arbeiten.

Text und Fotos: Sam Urban

Eine Schönheit aus Ramygala

Eine Schönheit aus Ramygala

“Zickenkrieg”  einmal anders:  “Die Schöne”, die hier ihren Kopfschmuck zeigt, ist  “Naomi Campbell” … denn mit ihrem dunklen, glänzenden Haar, ihren langen Beinen und dem anmutigen Gang seien die Ähnlichkeiten zwischen ihr und dem Supermodel unübersehbar, behauptet ihr stolzer Züchter Vytautas Gegzna.

Doch nicht nur sie - “die Schöne” - auch andere Ziegen wurden im litauischen Städtchen Ramygala auf den Laufsteg geschickt. Die kuriose Ziegenschau, die 2.500 Zuschauer verfolgten, soll keine Einmalveranstaltung bleiben, sondern künftig Jahr für Jahr Touristen aus aller Welt anlocken. In Litauen selbst ist Ramygala schon lange für seine Ziegen bekannt, zumindest unter den Fans der stinkenden Paarhufer. Und es ist nicht übertrieben zu sagen, dass die Bewohner des 1.700-Einwohner-Ortes ziegenverrückt sind.

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